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Vereinsnachrichten

Letzte Aktualisierung dieser Seite: 01.10.2010

Dezember 2009

12.12.: Gibt es demnächst auch personalisierte Briefmarken in Deutschland? "Marke Individuell" heißt die philatelistische Sensation, die gerade im Rahmen eines Betriebsversuches wird der Deutschen Post AG getestet und nach erfolgreichem Abschluß wohl auch dem breiten Publikum zur Verfügung gestellt wird! Wir können also in Zukunft wie unsere österreichischen Nachbarn eigene Marken schaffen. Diese neue Idee belebt mit Sicherheit auch unser Hobby, wenngleich es natürlich keinen Sinn macht, in Zukunft alle neuen Individual-Briefmarken zu sammeln, was natürlich auch gar nicht möglich sein wird. Das Haus Sieger GmbH in Lorch / Württemberg ist mit fünf Werten beteiligt, die alle angebotenen Nennwertstufen dokumentieren: 45 (C) für die Postkarte mit Darstellung des historischen Postkutschen-Gemäldes aus dem Jahre 1870; 55 (C) für den normalen Standardbrief, diese Marke zeigt den Doppelschrauben-Schnelldampfer Kaiser Wilhelm II; 90 (C) für den Kompaktbrief, abgebildet ist ein historischer Postbus der deutschen Lastautomobilfabrik AG aus dem Jahre 1925; 145 (C) für den Großbrief, diese Marke zeigt eines der ersten Postflugzeuge auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof im Jahre 1919; 220 (C) für den Maxibrief, ein herrliches, klassisches Motiv - das Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" trifft im Jahre 1931 mit dem russischen Eisbrecher Malygin zum Postaustausch in der Arktis zusammen. Diese fünf Marken gehören in jede gute Deutschland-Sammlung, da sie die ersten ihrer Art sind! Es bleibt abzuwarten, wie der Feldversuch ausgeht, und ob es zukünftig auch in Deutschland "personalisierte Briefmarken" geben wird?!

12.12.: Es ist eine lange Tradition, zu den Weihnachtsfeiertagen Grüße in besonderen Formen per Post zu versenden. Eigene Briefmarken und Blocks, spezielle Ganzsachen und Stempelformen begleiten das christliche Fest rund um den Globus. So mancher festtägliche Beleg zählt heute zu gesuchten philatelistischen Seltenheiten. Jeder Sammler sollte sich deshalb darüber Gedanken machen, wie er - philatelistisch interessante - Belege an Freunde und Bekannte verschicken kann!.

12.12.: Allmählich sickern in Österreich die ersten Einzelheiten für das Jahresprogramm 2010 durch: So sollen Marken für den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer, den Nazijäger Simon Wiesenthal, für Staatsoperndirektor Joan Hölländer und den Feldherrn Prinz Eugen von Savoyen erscheinen.

12.12.: Gerüchte gab es Mitte Oktober, wenig später wurde es zur Gewißheit: Der Dachs (Meles meles) ist das Tier des Jahres 2010. Wer im Wald den Eingang zu einer Höhle erblickt, der denkt im ersten Moment an einen Fuchsbau. Keineswegs muß der Bewohner aber zur Gattung Vulpes vulpes gehören. Dachse graben lange Tunnel, die oftmals mehrere Wohnkammern miteinander verbinden. In diesen leben vielfach mehrere Dachsgenerationen. Nur männliche Jungdachse verlassen den Elternbau, gewöhnlich im Oktober, manchmal auch erst nach der Winterruhe. Weibliche Dachse gründen oft die eigene Familie im elterlichen Höhlensystem. Der Dachs gehört zu den Allesfressern, bevorzugt aber vegetarische Kost. Zum Thema gab es im November eine "passende" Marke der Deutschen Post AG und auch zwei Sonderstempel (Bonn und Berlin) vom 12.11.2009!

12.12.: Die hannoversche CITIPOST gab am 4. Dezember ihre mittlerweile vierte Briefmarkenserie heraus - diesmal mit Motiven des ortsansässigen Eishockey-Clubs EC Hannover Indians. Zur Tranche gehört auch ein Flyer, der zur begehrten Rarität werden könnte…

12.12.: Die Privatpost TNT möchte europaweit Pakete befördern. Zunächst plant der Vorstand, das Netz von TNT Express für die Abholung und Zustellung von Frachtsendungen zu nutzen. Parallel prüft er die Zusammenarbeit mit unabhängigen Unternehmen.

12.12.: Das Ausgabeprogramm der Deutschen Post AG für das Jahr 2010 sieht derzeit 53 Marken vor. Als Blockausgabe erscheint im April "100 Jahre Vogelwarte Helgoland". Außerdem gibt es - neben den "klassischen" Zuschlagsmarken "Wohlfahrt", "Jugend" ,"Sport" und "Weihnachten" eine Gemeinschaftsausgabe mit Argentinien zur "Frankfurter Buchmesse" und parallele Briefmarkenemissionen zu den 10-Euro-Gedenmünzen 2010 "200. Geburtstag Robert Schumann", "100. Geburtstag Konrad Zuse", "300 Jahre Porzellanherstellung in Deutschland", "20 Jahre Deutsche Einheit", "175 Jahre Eisenbahnen in Deutschland" und "Alpine Ski-Weltmeisterschaften 2011". Eine weitere Zuschlagmarke erscheint im Mai zugunsten des Umweltschutzes. Natürlich sind auch die aktuellen Serien wieder dabei wie "Post", "Deutsch Malerei", "Leuchttürme", "Europa", "Dienst am Nächsten", "Für uns Kinder" und "Tag".


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November 2009

01.11.: Mit Datum vom 24. September 2009 versandte die Firma Georg Roll aus Elsfleth folgende Information an Kunden: "Wir müssen Sie leider darüber in Kenntnis setzen, daß die Firma Georg Roll Briefmarken GmbH am 7. September 2009 einen Eigenantrag auf das vorläufige Insolvenzverfahren beim zuständigen Amtsgericht in Nordenham gestellt hat. Das Amtsgericht hat Dr. Christian Strauss, Rechtsanwalt, Friedrich-Mißler-Str. 42, 28211 Bremen, Telefon 0421/79 26 2 60, Fax 0421/79 26 2 85, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. In den letzten Wochen hat es diverse Besprechungen und Verhandlungen gegeben, um für Sie den bestmöglichen Service in Bezug auf die Belieferung Ihrer Briefmarkenneuheiten einzurichten und für die Zukunft zu gewährleisten". Am 21. September 2009 wurde mit der Philagentur GmbH, Oberursel, folgende Vereinbarung getroffen worden: "Vom 21.9.2009 bis 31.12.2009 wird die Philagentur die Belieferung Ihrer Abonnements und Bestellungen, die Sie bei Georg Roll aufgegeben haben, nach Elsfleth wieder aufnehmen. Von dort wird die Ware unverzüglich und möglichst lückenlos an Sie ausgeliefert. Die Philagentur GmbH hat bereits bei diversen Lieferanten die fehlenden Ausgaben bestellt, so daß die Rückstände Ihrer Briefmarkenneuheiten schnellstmöglich aufgeholt werden. Vom 1. Januar 2010 wird die Philagentur GmbH die Belieferungen dann von Oberursel aus übernehmen. Auf diese Weise wird ein fließender Übergang von Roll auf Philagentur hergestellt, und es entstehen Ihnen keine Lücken."

01.11.: Eine mögliche Verletzung des Urheberrechts hat die Deutsche Post veranlaßt, daß die Jugendmarken-Blockausgabe "Dinosaurier" vom 4. September 2008 (Bund MiNr. 2687-2690 bzw. Block 73) weder bei der Versandstelle noch bei den Postämtern weiterverkauft wird. "Die Deutsche Post AG wurde darüber informiert, daß im Zusammenhang mit dem Dinosaurierblock urheberrechtlicher Klärungsbedarf besteht", bestätigte Pressesprecher Erich Nier auf Anfrage. "Dies wird derzeit sorgfältig geprüft. Vom weiteren Verkauf des Blocks wird daher zunächst abgesehen. Die Angelegenheit wird voraussichtlich in Kürze geklärt sein." Der Entwerfer des Blocks, Werner H. Schmidt, hat das Copyright offensichtlich nur an drei der vier Werten: Diplodocus, Tyrannosaurus und Plateosaurus. Für den vierten Wert aus dem Block, dem Triceratops, liegt das Copyright dagegen bei einem Joe Tucciarone von der Science Photo Library in London. Inwieweit dieser Verkaufsstopp Auswirkungen auf die Auflage und den Handelspreis hat, wird auch davon abhängig sein, ob er nur vorübergehend oder endgültig ist. Im Übrigen war der Block über ein Jahr im Verkauf, so daßeigentlich genug Zeit zum Erwerb bestand.

01.11.: Restbestände des Marken-Sets "Winter" (Bund MiNr. MH 76), das am 1. November 2008 herauskam, kommen in den nächsten Wochen wieder in den Schalterverkauf. Es dürfte sich um bedeutendere Mengen handeln, denn nur so macht die nochmalige Belieferung Sinn.

01..11.: Hans Zerbel, Experte der Bundesdruckerei, fand eine aktuelle Fälschung einer Bund-Dauermarke. Erstmals seit drei Jahren gibt es in ganz Deutschland wieder eine Totalfälschung. Die MiNr. 2675, Freimarke Blumen (XVI), Gartenrose selbstklebend ist Anfang September in Bremen erstmals aufgetaucht. Es handelt sich um eine recht gute Eindrucksfälschung. Für den Philatelisten ist sie ohne Hilfsmittel eher schwer, für den Laien eher gar nicht erkennbar Die Fälschung macht einen leicht dunkleren Eindruck, die Schrift ist etwas fetter, die Konturenlinie um den Schriftzug ‚Gartenrose' im Bild fehlt völlig, das Papier glänzt stärker, unter UV-Licht fehlt die gelbe Fluoreszenz, sichtbar ist eine rosa Fluoreszenz und die Zähnung ist wellenförmig 13,5 statt zähnungsähnlich 10,25 bei der echten Marke. Für den Postverkehr besteht wenig Gefahr, da die fehlende Sicherheitsausrüstung zu einer automatischen Erkennung und Aussteuerung der mit Fälschungen beklebten Briefe führt. Offenbar sind die Marken nicht als Rollenware zu erhalten. Ob Folienstreifen mit Rückseitennummern existieren, ist unklar. Viel wahrscheinlicher ist Bogendruck anzunehmen. Die Fälschung wurde/wird auch über eBay angeboten.

01.11.: "Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat das Auswahlverfahren zur Vergabe einer Exklusivlizenz zur Herstellung, Verwendung und Vermarktung der Postwertzeichen mit dem Aufdruck ‚Deutschland' eingeleitet", beginnt eine entsprechende Pressemitteilung vom 5. Oktober 2009. "Damit soll im Wettbewerb ermittelt werden, wer ab 2011 die derzeit von der Deutsche Post AG (DPAG) wahrgenommene Aufgabe erbringen wird. Der gegenwärtige Vertrag mit der DPAG läuft Ende 2010 aus. Nach dem Wegfall des Briefbeförderungsmonopols und der daran gekoppelten Verwendung der Postwertzeichen kommen hierfür neben der DPAG mittlerweile auch andere Postdienstleistungsanbieter in Betracht. Das BMF führt daher ein europaweites wettbewerbliches Auswahlverfahren (Lizenzvergabeverfahren) durch, um einen Vertragspartner für die Zeit ab 2011 zu finden. Zukünftiger Vertragspartner des Bundesministeriums der Finanzen kann jedes Unternehmen werden, das in der Lage ist, spätestens ab 2011 Postdienstleistungen in Deutschland sowie die geforderten Leistungen zu erbringen. Dabei wird das Bundesfinanzministerium vertraglich sicherstellen, dass die bisherige hohe Qualität sämtlicher Leistungen erhalten und - wenn möglich - noch verbessert wird. Für das BMF stehen dabei folgende Aspekte im Vordergrund: Die Ausschreibung soll dazu genutzt werdeb, die Leistungen überall dort, wo es möglich ist, zu verbessern. Dies betrifft insbesondere die Möglichkeit, die Postwertzeichen kundenfreundlich zu erwerben. Das BMF setzt beim Verfahren schwerpunktmäßig auf die Qualität der Leistungserbringung und weniger auf monetäre Aspekte (Qualitätswettbewerb). Im Falle eines Lizenznehmerwechsels wird angestrebt, daß die bis dahin herausgegebenen Postwertzeichen weiter verwendbar bleiben. Es wird auch weiterhin die beliebten Plusmarken geben, deren Erlös wohltätigen Zwecken zu Gute kommt. Das im Auswahlverfahren erfolgreiche Unternehmen erhält die Exklusivlizenz für einen Zeitraum von sieben Jahren, der durch das BMF um drei Jahre verlängert werden kann. Bereits durch diese langfristige Bindung wird ein hoher Grad an Planungssicherheit geschaffen. Dies gilt auch und insbesondere für die Bürger als Verwender und/oder Sammler der Briefmarken. Da das durch den Vertrag eingeräumte exklusive Recht sowohl in finanzieller Hinsicht als auch aus Imagegründen gewinnbringend eingesetzt werden kann, wird der zukünftige Lizenznehmer ein jährliches Lizenzentgelt zu entrichten haben."

01.11.: Fort- und Weiterbildung werden bei der Niederlassung Philatelie groß geschrieben, und so kam ein Angebot der Philatelistischen Akademie Bayern e. V. wie gerufen: In enger Zusammenarbeit mit den Referenten der Akademie wurden seit April 2008 fünf Lehrveranstaltungen am Standort im Weidener Ortsteil Brandweiher durchgeführt. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde erhielten nun alle neun Teilnehmer aus den Händen des Vorstands der Akademie und Ehrenpräsidenten des Bundes Deutscher Philatelisten e. V., Michael Adler, das entsprechende Zertifikat. Stefan Friedl, frisch gebackener Leiter der Philatelie, freute sich über die erfolgreiche Teilnahme seiner Mitarbeiter: "Unsere Philateliekunden sind anspruchsvoll, und wir setzen auf kompetente Betreuung. Dieses Philatelie-Seminar gibt unseren Mitarbeiter/ innen die Gelegenheit, sich mit der etwas anderen Sichtweise der Philatelisten vertraut zu machen. Wir schauen über unseren Tellerrand hinaus und lassen uns auf unsere Kunden und ihr Hobby ein" Inhaltlich beschäftigte sich die Seminarreihe mit grundsätzlichem Philateliewissen. Dabei wurden so wichtige Themenbereiche wie "Begriffsbestimmung: Philatelie", "Kulturgeschichte der Postdienste und Postwertzeichen" oder "Die Entstehung einer Briefmarke: Vom Künstlerentwurf bis zum Druck (incl. verschiedener Druckarten)" ausgiebig behandelt. Aber auch reines Basiswissen wie der Aufbau einer Sammlung, thematisches Sammeln oder Spezialsammlungen wurde vermittelt. Von besonderem Interesse bei den Teilnehmern waren die Erläuterungen zur Beschaffenheit von Postwertzeichen (Qualitätsmerkmale, Farbe, Papier, Zähnungsart und Wasserzeichen) und die Stempelkunde.

01.11.: Der neue Internationale Antwortschein (IAS), Typ Nairobi, der ab 1. Juli 2009 eingeführt wurde, ist seit 1. September auch bei der DPAG im Verkauf, wie der Vorgänger aber nur über die eFiliale erhältlich. Neben einer Motivänderung besteht die wesentliche Neuerung darin, dass die Ausgabeländer jetzt neben dem UPU-Hologramm ihre Landesflagge eindrucken lassen können, wovon auch Deutschland Gebrauch gemacht hat.

01.11.: Hinterglasbilder, in der Barockzeit vor allem als Andachtsbilder beliebt, haben mit Franz Weiß eine wahre Renaissance erfahren. Der steirische Maler, Graphiker und Bildhauer hat mit seiner Arbeit und seiner expressiven Farbgebung eine ungeahnte neue Dimension in diese Kunst gebracht, wie man auf der 55-Cent-Marke der Marken-Edition 1 erkennen kann. Die Marke kostet 2,10 Euro, im Abo 1,60 Euro. Eine weitere Marken.Edition 8 ist dem unsterblichen Mythos Sisi gewidmet, jener österreichischen Kaiserin, die als eine der schönsten und extravagantesten Frauen in die Geschichte eingegangen ist. Auf den je vier Marken zu 55 und 65 Cent sind Objekte aus dem Sisi-Museum in der Wiener Hofburg zu sehen. Der Zusammendruck kostet 9,90 Euro bzw. im Abo 7,90 Euro.

01.11.: Alle ATM der Schweiz werden neu in schwarzer Farbe ausgedruckt. "Die Post mußte auf Schwarz umstellen, da die rote Farbe nicht mehr lieferbar ist", berichtet ATM Seitz aus Luzern. "Der frühere Automatenhersteller Frama will seit 2003 nichts mehr von Wertzeichenautomaten wissen und hat Ende 2003 auch die Produktion von Ersatzteilen eingestellt. Rote Farbbänder sind jetzt aufgebraucht." Durch den Wechsel des Lieferanten gibt es auch ein neues ATM-Papier mit glatter Oberfläche und scharfen Umrissen der Schweiz.


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Oktober 2009

01.10.: Am Rande des Philatelistentages in Bad Sassendorf wurde bekannt, daß der langjährige Geschäftsbereichsleiter Philatelie der Deutschen Post, Christian Faißt, als Folge einer Umstruktierung seinen Posten zum 1. Oktober 2009 räumen muß. Stefan Friedl, seit fast zehn Jahren Leiter der Niederlassung Philatelie in Weiden, wird die Marketingabteilung in Bonn mit übernehmen. Die Abteilung für Produktion und Vertrieb der Briefmarken über die Filialen unter Führung von Lutz Richter verbleibt ebenfalls in Bonn und wird aus dem Verantwortungsbereich der Postphilatelie herausgelöst.

01.10.: Am 12. November erscheint die erste bundesdeutsche Sondermarke von der Rolle. Es handelt sich um den 55-Cent-Wert "Tier des Jahres 2010". Sie wird naßklebend sowohl in 200er-Rollen mit rückseitiger Nummer auf jeder 5. Marke als auch in Zehnerbogen produziert, wobei beide Produktionsvarianten druckidentisch sein sollen. Wie bei den Dauermarken, die es von der Rolle und aus dem Bogen gibt, wird man einen sicheren Nachweis über die Herkunft nur über die Zählnummer (Rolle) oder den Bogenrand bzw. waagerechte Paare (Bogen) führen können. Interessant ist, daß die Deutsche Post aus diesem Anlaß ein neues Markenformat einführt, das langfristig die bisher benutzten Querformate ablösen soll. Das neue Format 8 hat die Abmessungen 44,2 Millimeter lang und 26,2 Millimeter hoch. Es ist optimiert für den Druckzylinder und die neuen Rollenspender. Die neuen Rollenmarken sollen in den immer zahlreicher werdenden Postpoints eingesetzt werden. Im Gegensatz zu den Dauermarken von der Rolle findet allerdings keine Nachproduktion statt.

01.10.: Auf der Internet-Plattform eBay nimmt das Angebot "ausrangierter" Poststempel aus der ehemaligen DDR bzw. SBZ ständig zu. Jerzy Tokarczyk und Günter Heinemann behalten den Überblick und fassen ihre Erkenntnisse regelmäßig in Artikeln zusammen, wo die betreffenden Stempel nicht nur beschrieben, sondern in der Regel auch abgebildet sind. Veröffentlichungen waren zuletzt u. a. im Club-Journal des Philatelisten-Clubs Berlin-Mitte mit der ArGe DDR-Spezial (Kontakt: Horst Geyermann, Busonistr. 81, 13125 Berlin, Telefon 030/94 63 26 97, geyermann.h@gmx.de) und im Rundbrief der ForGe Deutsche Einheit e. V. (Kontakt: Helmut Miertzsch, Lindener Str. 9 a, 38300 Wolfenbüttel, Telefon 05331/3 24 97) zu lesen.

01.10.: Die private PIN Mail AG wird gegenwärtig durch eine Flut gefälschter Briefmarken belastet. Seit 1. September 2009 befördert PIN Mail, deren Muttergesellschaft von seinen früheren Anteilseignern um den Springer-Verlag im Vorjahr in die Insolvenz geschickt worden war, nur noch Briefe mit Marken, die "nicht älter als Juni 2008" sind. Man sehe sich wegen der großen Mengen gefälschter Marken gezwungen, alle früheren Marken abzulehnen. "Es ist von einem relevanten Unternehmensschaden auszugehen", zitierte die Financial Times Deutschland das Unternehmen. Konkret bedeutet die Sperrung alter PIN-Marken, die vor Juni 2008 erschienen sind, daß nur noch eine von bislang 44 verausgabten Motiven gültig bleibt, nämlich das Ampelmännchen (Ersttag 2. Juni 2008).

01.10.: Von großer Seltenheit ist eine Zähnungs-Abart der DDR. Von ihr sollen nämlich lediglich fünf Exemplare bekannt sein. Es handelt sich um den Wert zu 10+5 Pf aus dem sechswertigen Satz zur Kinder- und Jugendspartakiade, den die Deutsche Post der DDR am 19. Juli 1977 herausgegeben hat. Dieses an sich recht unscheinbare Sonderpostwertzeichen existiert, vermutlich in eben den genannten nur fünf Stück, auch oben ungezähnt (MiNr. 2242 Uo). Man darf folglich davon ausgehen, daß, gemäß der Bogenanordnung dieser Marke, zunächst ein postfrischer waagerechter Oberrand-Fünferstreifen aus einem oben ungezähnten Bogen aufgefunden worden sein muß. Im MICHEL-Deutschland-Spezial von 2007 war diese seltene Abart postfrisch noch mit dem üblichen Preisplatzhalter "-,-" katalognotiert, seit dem Katalog 2008 aber mit 800 Euro. Das Hamburger Auktionshaus Schwanke bot in seiner letzter Auktion vom Beginn dieses Monats ein postfrisches oben ungezähntes Oberrandstück der DDR MiNr. 2242 Uo an - zur Taxe von immerhin 500 Euro oder 62,5 Prozent der MICHEL-Notierung. Der Zuschlag erfolgte zum Preis von 620 Euro, woraus sich ein Endpreis von ca. 780 Euro errechnet.

01.10.: Nach der UN-Postverwaltung läßt nun auch Gibraltar sein Archiv in dem Glauben versteigern, daß diese Maßnahme genau das ist, worauf die Sammler gewartet haben. So begründet die Post von Gibraltar jedenfalls diesen Schritt. "Viele Sammler zeigen schon seit Jahren ein gesteigertes Interesse an diesen Produkten, und mit der Wahl der bekannten britischen Firma Universal Philatelic Auctions (UPA) haben wir einen kompetenten Partner für den Verkauf gefunden." UPA wird das Archiv mit Entwürfen und Probedrucken aus den letzten 15 Jahren in viele Einzellose detaillieren, damit jeder Sammler zum Zug kommen kann. Das gesamte Angebot wird in einem Katalog zusammengestellt. Die Lose werden ohne die übliche Provision verkauft; lediglich Versandkosten fallen an.

01.10.: Zum Ende des Jahres 2008 tauchten wieder lettische Poststempel im Angebot von eBay auf, meldete die ForGe Lettland in ihrem Mitteilungsblatt PHILATELIA BALTICA Nr. 127. Diesmal waren sogar einige Stempel aus der Zeit der neuen Selbständigkeit des Staates dabei. Es ist zu fürchten, daß mit diesen Stempeln ‚neue Belege' fabriziert werden und so unser Sammelgebiet gefährdet wird. Das unbeaufsichtigte "Verschrotten" von Poststempeln durch die lettische Postverwaltung öffnet Fälschern Tor und Tor. Im Einzelnen geht es u. a. um die Stempel AIZKRAUKALE 03 LV-5100, BULDURI 02 LV-2010, GLAZSKUNIS a LATVIJA, OGRE LATVIJA, PLATERE a LATVIJA, RIGA 48 LV-1000 und RIGA 56 01 LATVIJA sowie einige Stempel aus sowjetrussischer Zeit. Kontakt zur ForGe Lettland: Wolfgang Watzke, Hubertusstr. 10, 53604 Himberg, Telefon und Fax 02224/9 88 73 60.

01.10.: Im Rahmen der Serie Marken.Edition 1 aus Österreich ist ein weiterer 55-Cent-Wert "Die Brücke von Andau" erschienen. Er zeigt ein historisches Bild der kleinen Brücke, die während des Ungarn-Aufstandes 1956 zur letzten Hoffnung für Zehntausende wurde. Der Verkaufspreis der Marke ist 2,10 Euro. Am 19. September erschien die Marken-Edition 20 "Tiergarten Schönbrunn". Der Tiergarten Schönbrunn in Wien wurde bereits 1752 erbaut und ist somit der älteste Zoo der Welt. Seit über 200 Jahren ein Publikumsmagnet, ist der Tiergarten, in dem sich in einzigartiger Weise ein historischer barocker Baukern mit neuester Tiergarten-Architektur verbindet, heute einer der schönsten und modernsten weltweit. Die Österreichische Post hat dieser Wiener Institution nun eine Marken-Edition mit 15 Marken zu 55 Cent und fünf zu 65 Cent gewidmet, die verschiedene Tiere zeigen. Der Verkaufspreis des Zwanzigerbogens beträgt 19,90 Euro.

01.10.: Bei Hermes aufgegebene Pakete in die Schweiz und nach Liechtenstein werden seit Anfang August von der Schweizerischen Post zugestellt. Das vereinbarten die Unternehmen, die auch in anderen Bereichen bereits zusammenarbeiten. Die Buchung von Paketen in beide Länder erfolgt ausschließlich über das Internet. Bereits seit Juni übergibt die Österreichische Post Hermes-Pakete an die Empfänger.

01.10.: TNT möchte europaweit Pakete befördern. Zunächst plant der Vorstand, das Netz von TNT Express für die Abholung und Zustellung von Frachtsendungen zu nutzen. Parallel prüft er die Zusammenarbeit mit unabhängigen Unternehmen.

01.10.: Zu einem unbekannten Preis kaufte die Schweizerische Post Mitte August den Turiner Logistikdienst Constanzia. Dieser hat sich auf den Verkehr zwischen Geschäftskunden spezialisiert und beschäftigt zehn Mitarbeiter.

01.10.: Mitte August erhielt DHL Global Mail eine Lizenz für den russischen Postmarkt. Von Moskau aus möchte die für das internationale Geschäft der Deutschen Post zuständige Tochter Dienste in Rußland und anderen osteuropäischen Ländern anbieten. Beobachter gehen davon aus, daß die Deutsche Post AG ihre Zusammenarbeit mit russischen Unternehmen ausweiten wird; die Lizenz schafft vor allem Rechtssicherheit

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01.10.: Die Stadt Dortmund durfte TNT nicht von einer Ausschreibung ausschließen, weil das Unternehmen die Zahlung des Mindestlohns im Briefdienst verweigert. Das legte das Oberlandesgericht Düsseldorf fest. Mit dem Urteil verpflichteten die Richter aber keineswegs die Stadt, dem billigsten Anbieter den Zuschlag zu erteilen. Vielmehr dürfe die Verwaltung auch soziale Aspekte und Gesetzestreue bei der Vergabe berücksichtigen. Da etwa 80 Prozent der Kosten eines Briefdienstes für die Löhne der Beschäftigten anfallen, kann die Frage der Bezahlung Ausschreibungen entscheiden, wenn bis auf einen Bieter alle den Mindestlohn zahlen. Folglich hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, weitere Kriterien vorzugeben. Kurz nach der Entscheidung des Düsseldorfer Gerichts nahm das Bundesverfassungsgericht eine Verfassungsbeschwerde des Bundesverbandes der Kurier-Express-Postdienste zum Mindestlohn nicht an und verwies den Verband auf den gewöhnlichen Rechtsweg.

01.10.: Schweizer Unternehmen fordern die schnellere Öffnung des Briefmarktes. Bundesrat und Bundesversammlung sollten einen festen Termin für die Liberalisierung gesetzlich festlegen. Der Wirtschaftsverband Economiesuisse befürchtet, daß die Schweiz ansonsten als letztes Land Europas den Briefmarkt freigebe. Er verweist auf die positiven Folgen der Liberalisierung im Paketsektor. Dort sei die Zufriedenheit der Kunden seit der Marktfreigabe deutlich gestiegen.

01.10.: Mehrere Postdienste führen offenbar keine Umsatzsteuer mehr ab. Damit wollen sie gegen das Privileg der Deutschen Post AG protestieren, die momentan als einziger Briefdienst von der Steuererhebung befreit ist. Die Ulmer Direkt Express Holding verweist zur Begründung für ihr Vorgehen auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Demnach können alle Postunternehmen von der Steuererhebung befreit werden, die wenigstens einen Teil der Universaldienste anbieten. Demnach könnte auch Direkt Express das Privileg genießen. Gegen Steuerbescheide werde das Unternehmen den Rechtsweg beschreiten.


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September 2009

01.09.: Die Exemplare der selbstklebenden Sondermarke "600 Jahre Universität Leipzig" (Bund MiNr. 2747) weichen von dem naßklebenden Pendant ab, da die selbstklebende Variante kleiner ist. Obwohl die Deutsche Post AG dies angekündigt hatte, gibt es auch eine kleine Abweichung im Kopf, zumal das selbstklebende Wertzeichen nur knapp 70 Prozent der Fläche des naßklebenden hat. Dieses für deutsche Sondermarken untypische Format erinnert eher an Vignetten oder die markenähnlichen Eindrucke auf Infopost-Sendungen.

01.09.: Ein Umstand, der Sammler schon seit Jahren ärgert, sind die Doppelabstempelungen von Sendungen - zunächst in der Postfiliale oder -agentur, dann maschinell im Briefzentrum. "Das Problem scheint jetzt gelöst", meldete Heinz Müller in der Info Nr. 2 des Verbandes Niedersächsischer Philatelistenvereine e. V. "Die Post verlagert in ausgewählte Filialen einen Teil der Bearbeitungskette insoweit, als dem dort tätigen Personal die Verantwortung dafür übertragen wird, alle am Schalter eingelieferten Briefsendun gen korrekt zu frankieren oder bei schon erfolgter Frankierung die Ordnungsmäßigkeit zu überprüfen und sämtliche mit Marken frankierte Post in der Filiale abzustempeln. Auf diese Weise kann in der weiteren Bearbeitungskette ein Bearbeitungsvorgang im Briefzentrum entfallen. Die bereits geprüften und gestempelten Sendungen können sofort der Anschriftencodierung und dann weiter dem Bereich ‚Ausgehende Post' zugeführt werden." Vor dem Hintergrund der angestrebten Kosteneinsparungen im Briefgeschäft, die sich aktuell in eingeschränkter Verteilarbeit am Wochenende und am Montag - und als logischer Folge einem deutlich geringeren Posteingang am Dienstag -, erscheint diese Maßnahme plausibel.

01.09.: Mitte August hatte die Sonderstempelstelle in Bonn für zwei Tage geschlossen, um ihren Umzug von der Endenicher Str.104 zum neuen Domizil Am Propsthof 94 durchzuführen. Infolge des Umzugs haben sich die Postleitzahl und die Adresse für die schriftlichen Aufträge per Frachtsendung geändert. Die neue Anschrift lautet nun: Deutsche Post AG, Niederlassung Brief, Sonderstempelstelle, Am Propsthof 94, 53121 Bonn. Die Anschrift für Aufträge per Briefpost bleibt unverändert, statt Straße und Ort ist nur 53253 Bonn einzufügen. Im Tages- und Sonderstempel der Stempelstelle Bonn wurde die Postleitzahl entsprechend geändert.

01.09.: Ab August 2009 wird ein Pilotversuch mit einem Entwertungsstempel mit neuem Layout durchgeführt. Der zu testende Entwertungsstempel wird zunächst ausschließlich im Zusammenhang mit Plusbrief individuell mit bereits aufgedruckter Ent wertung eingesetzt. Er ist angelehnt an den einheitlichen Frankiervermerk Infopost/Infobrief ("Frankierwelle") und unterscheidet sich vom derzeitigen Entwertungsstempel insbesondere da durch, dass auf die Datumsangabe verzichtet werden kann. Dies ermög licht den Unternehmen, die an dem Piloten teilnehmen, die Bestellung von Hüllen Plusbrief individuell auf Vorrat und die sukzessive Einlieferung nach Bedarf. Die Deutsche Post weist darauf hin, dass der neue Entwertungsstempel zu nächst nur mittelbar verfügbar ist, nämlich dann, wenn ein Empfänger eine entsprechend gestempelte Sendung von einem Unternehmen er hält, das an dem Pilotversuch teil nimmt. Eine Bestellung bzw. eine Auftragserteilung zur Stempelung bei der Post ist nicht möglich.

01.09.: Das unter www.plusbrief-individuell.de bestellbare Ganzsachen-Programm mit amtlichen Wertstempeln erfährt weiteren Zuwachs. Unter dem Begriff "Plusmarke" werden hier verschiedene Zuschlagsmarken-Wertstempel angeboten. Zunächst waren ab April Wertstempel aus der Sportmarken-Serie erhältlich, ab Mai zusätzlich der "Eichstätt-Brief" und künftig die neue Jugend-Serie "Unser Sandmännchen"! Die Umschläge und Post karten können in verschiedenen Formaten, Papierfarben und Verschlußarten bei einer Mindestbestellmenge von 20 Stück je Sorte zusätzlich mit einem Eindruck oben links versehen werden.

01.09.: Ab 1. September 2009 wird die Deutsche Post AG ein neues Plusbrief-Set mit Bezug zur Barbie-Puppe bei allen Filialen und Verkaufs stellen anbieten. Es besteht aus drei verschiedenen Umschlägen im Format DIN lang mit passenden Einlage-Klappkarten und kostet 2,95 Euro. Der Schriftzug "Barbie" unten links auf den Umschlägen ist dabei zusätzlich mit einer erhabenen Prägung versehen.

01.09.: Die drei Sonderstempelstellen der Philatelie in Berlin, Bonn und Weiden werden zum 9.9.2009 mit Gummiplatten für Ihre "modifizierten Tagesstempel" und für ihre "Eigenwerbestempel" sowie für den Tagesstempel "Erfurt" ausgestattet. Kontakt für die Stempel Berlin und Erfurt: Deutsche Post AG, Niederlassung BRIEF, Sonderstempelstelle, 10770 Berlin; für Bonn: Deutsche Post AG, Niederlassung BRIEF, Sonderstempelstelle, 53253 Bonn; für Weiden: Deutsche Post AG, Niederlassung Philatelie, Sonderstempelstelle, 92637 Weiden.

01.09.: Bei der Liechtenstein-Ausgabe des Blocks "400 Jahre Fürstenhaus" im Jahr 2008 wurde bekanntlich gleichzeitig ein Album mit Phasendrucken in einer Auflage von 5.000 Exemplaren ausgegeben, das unterem anderen den Block auch in ungezähnter Erhaltung enthielt. Sammler und Händler, die rechtzeitig reagiert haben, stellten auch Ersttagsbriefe mit dem ungezähnten Block sowie mit der ungezähnten Marke aus dem Block her. Diese erreichen heute schon bei Internet-Auktionen hohe Preise. Das ist verständlich, da die Auflage sehr klein ist und das komplette Album bei der Philatelie Liechtenstein mit 69 Franken verkauft wurde. Dies war die einzige Möglichkeit, einen ungezähnten Block zu er werben. Nun sind Exemplare aufgetaucht, bei denen eine Marke aus einem gezähnten Block ausgeschnitten wurde, was für die Herstellung mit 5 statt 69 Franken bedeutend billiger war. Die Nachmessung zeigt, dass der Schnitt an allen vier Seiten genau dort verläuft, wo die Zähnung beginnen würde. Selbst wenn jemand aus einem ungezähnten Block die Marke versehentlich zu eng schneidet, ist es für sehr unwahrscheinlich, daß man dann mit dieser Präzision genau auf allen vier Seiten diesen engen Schnitt erreicht. Besonders beim Ankauf von Ersttagsbriefen empfiehlt es sich also, auf jeden Fall die ungezähnte Marke nachzumessen und, sofern der Schnitt zu schmal ist, auf einen Ankauf zu verzichten. Dies gilt natürlich auch für lose postfrische oder gestempelte Blockausschnitte in ungezähnter Erhaltung.

01.09.: Die Philateliekunden der Österreichischen Post er halten auch in diesem Jahr wie der eine spezielle Sondermarke als Dankeschön für ihre Treue. Es handelt sich um eine 55-Cent-Marke mit einem Sträußchen Anemonen, die in einer Auflage von 200 000 Stück gedruckt wird und am 1. September ihren Ausgabetag hat. Als Vorlage für das Markenmotiv diente eine antike Darstellung aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek. Diese Briefmarke ist weder in Filialen noch auf Bestellung erhältlich. Sie ist ausschließlich für Kunden gedacht, die in diesem Jahr für mindestens 50 Euro ein gekauft haben..


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August 2009

01.08.: Vom 6. bis 9. August findet in Rostock die diesjährige Hanse Sail statt, an der auch die Deutsche Marine in ihrem Stützpunkt "Hohe Düne" für Besucher die Tore zu "Tagen der offenen Tür" (am 6. August 2009 von 13 bis 18 Uhr sowie am 7. und 8. August 2009 von 10 bis 18 Uhr) öffnet. Entgegen ausdrücklichen Bekundungen im Anschluss an die Hanse Sail 2008 soll auch in diesem Jahr doch wieder die Möglichkeit geboten werden, Karten und Briefe über eine im Hafen des Marinestützpunktes verankerte Postboje aufzugeben, die anschließend über das eingerichtete Sonder-Feldpostamt den Empfängern zugestellt wird. Grund für die "Wiederauflage" der Bojen-Feldpost soll der große Erfolg im vergangenen Jahr sowie die starke Nachfrage nach derartigen Belegen aus dem In- und Ausland sein. Auch eine spezielle Feldpostkarte der Feldpost Bonn für die Hanse Sail 2009 soll neben dem neuen Plusbrief Individuell im Format C6 bei dem Sonder-Feldpostamt erhältlich sein. Wem die Belege vom Feldpostamt im Marinestützpunkt Warnemünde nicht genügen, kann sich im Rostocker Stadthafen bei dem Team "Erlebnis: Briefmarken" aus Hamburg noch Belege mit einem Sonderstempel zur Hanse Sail 2009 versehen lassen. Dort wird zudem für die Veranstaltung ein Stempelbeleg angeboten.

01.08.: Das vor gut einem Jahr veröffentlichte Ausgabeprogramm 2009 mit den Ausgabetagen enthielt für den 8. Oktober zwei 55-Cent-Marken für aktuelle Themen, die kurzfristig festgelegt werden sollten. Die Entscheidung ist nun gefallen, wobei sich gleichzeitig die Ausgabetage verschoben haben. Nicht im Oktober, sonders bereits am 3. September erscheint eine Sondermarke zu 55 Cent "Deutschland", am 12. November ein weiterer 55-Cent-Wert "Tier des Jahres 2010".

01.08.: Zum 1. Juli wurden neue DHL-Paketmarken für den Paketversand im Inland für die Gewichtsstufen bis 10 kg, bis 20 kg und bis 31,5 kg herausgegeben, die gleichzeitig sowohl als Ganzsachen mit integriertem Adressvordruck als auch bildgleich zum Freimachungsteil als aufklebbare Wertzeichen angeboten werden. Alle Paketmarken können auf Vorrat gekauft werden. Passend zu den neuen Paketfreimarken wurde der (kostenlos in den Filialen ausliegende) Adressaufkleber neu gestaltet, der nun links unten ein Feld zum Aufkleben des Wertzeichens aufweist. Rechts unten befindet sich ein weiteres Feld für das Anbringen der neuen Servicemarken, mit denen weitere Versandwünsche (Rollenversand, Sperrgut oder Nachnahme) abgedeckt werden können. Päckchen sollen künftig vorrangig mit Briefmarken freigemacht werden, weshalb die Päckchenmarken vom Schalterverkauf zurückgezogen werden und dann nur noch in Großgebinden über die eFiliale erhältlich sein werden. Pluspäckchen werden unverändert beibehalten.

01.08.: Vor dem Hintergrund einer zuletzt niedriger Wahlbeteiligung ist die Großaktion der Deutschen Post zu sehen, die vom 24. August bis 25. September in 67 Briefzentren mit einem Werbestempeleinsatz für die Bundestagswahl 2009 mit dem Motto "Jede Stimme zählt!" Wahlberechtigte motivieren will.

01.08.: Gerade noch rechtzeitig hat die Deutsche Post einen peinlichen Fehler in dem Ausstellungssonderstempel zur internationalen Briefmarkenausstellung PHILAKOREA 2009 vom 30. Juli bis 4. August 2009 in Seoul erkannt. In dem zunächst veröffentlichten Stempelentwurf stand "Seoul, VR Korea". Hier lag ganz offensichtlich eine Verwechselung mit dem Nachbarn Nord-Korea vor, der sich trotz diktatorischer Regierung Demokratische Volksrepublik (DPR) nennt. Seoul, der Veranstaltungsort der Ausstellung, liegt aber in der Republik Korea, allgemein als Süd-Korea bekannt. Dementsprechend wurde die Angabe im Stempel berichtigt.

01.08.: Im Rahmen der Neubearbeitung des Handbuches "Die MH des Deutschen Reiches" der ArGe RSV bekam Gerald Schwarz nachstehende Information eines Mitgliedes: "Mir liegt ein Vorderdeckel des MH 13 vor, der auf der Innenseite die Reklame ‚Amol Das Hausmittel' trägt anstatt ‚Amol Natron-Tabletten'. Bisher habe ich dazu noch keine Bemerkung irgendwo gefunden. Aus meiner Sicht kann es sich entweder um eine Druckzufälligkeit handeln und zwar dadurch, dass versehentlich die 4. Deckelseite anstatt der 2. Deckelseite gedruckt wurde, oder es ist tatsächlich eine weitere Auflage. Dass dazu bisher keine Informationen vorliegen, ich kenne zumindest keine, führe ich darauf zurück, dass das Logo ‚Amol' groß und auffällig ist, sodass der darunter stehende Text leicht übersehen werden kann. Es wäre sicher interessant, ein komplettes Original-MH mit einer solchen 2. DS beurteilen zu können, damit man sehen kann, wie bei diesem die 4. Deckelseite aussieht." Inzwischen liegt schon eine 2. Meldung für einen solchen Deckel vor, aber kein vollständiges Markenheftchen. Wer besitzt ein solches komplettes MH? Meldungen bitte an: Gerald Schwarz, Im Baumstückle 6, 71334 Waiblingen, schwarz.rsv@gmx.de.

01.08.: Aus Anlaß des Todes von Michael Jackson weist der Bundesverband des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV) in Köln auf seinen Internet-Seiten (www.aphv.de ) darauf hin, dass bisher nur wenige Briefmarken-Ausgaben mit dem Bild des Pop-Sängers als offiziell zu bezeichnen sind. Wesentlich größer ist die Anzahl illegaler Pseudo-Briefmarken und Fantasie-Produktionen, teils aus nicht existierenden Ländern, die ohne Berechtigung oder Lizenzen auf den Markt gebracht und vielfach per Internet vertrieben werden. Der MICHEL-Katalog führt bisher lediglich Emissionen von Burkina Faso (1996 und 2001), Guinea (2008), Guinea-Bissau (2001, 2005, 2007) sowie St. Vincent, das 1985 die erste Serie mit acht Motiven in Umlauf bringen ließ. Der Weltpostverein hat mehrfach vor dubiosen markenähnlichen Produkten mit populären Motiven gewarnt, die keine Frankaturkraft besitzen.

01.08.: Anläßlich des Europäischen Jahrs der Kreativität und Innovation hat das Staatliche Amt für Philatelie und Numismatik San Marino eine weltweit einzigartige Briefmarkenserie vorbereitet. Die Serie besteht aus sechs Briefmarken in farbigem 3D auf drei Kleinbogen mit einer innovativen Postkarte gekoppelt, die sich in ein Stereoskop verwandelt, das unentbehrlich ist, um die Magie der dreidimensionalen Briefmarken sehen und erleben zu können. Ersttag ist der 25. August 2009.

01.08.: Die ArGe UNO-Philatelie (UNOP) berichtet in der UNOPost 1/2009, dass schon im vergangenen Jahr - sehr zum Ärger amerikanischer Sammler und Händler - der Versand von mit UNO-Briefmarken in US-Dollar frankierten Sendungen über das UN-Postamt in New York eingeschränkt worden ist. Nun hat der Chef der UNPA, Robert Gray, sogar einen Annahmestopp von Sendungen für das UN-Postamt in Genf verfügt, was nichts anderes bedeutet, als dass die UN-Briefmarken über kurz oder lang keine postalische Funktion mehr haben werden. Die UNO-Sammlerschaft hat dagegen protestiert.

01.08.: TNT und die Verlagsgruppe Holtzbrinck schlossen im Briefgeschäft eine strategische Partnerschaft. Die Niederländer beteiligten sich mit 50 Prozent an Holtzbrincks Briefdiensten in Berlin und Brandenburg sowie mit 25,1 Prozent an den Unternehmen in Cottbus, Freiburg, Konstanz, Saarbrücken, Trier und Würzburg. Damit erreicht TNT direkt oder über Partner in der Briefzustellung rund 40 Prozent der deutschen Haushalte. Zudem arbeitet TNT mit dem Paketdienst Hermes zusammen, sodass eine flächendeckende Zustellung von Briefen über den Hermes-Paketboten möglich ist. Die Holtzbrinck-Töchter gehörten bis vergangenes Jahr zum Netz der Pin. Diese war vor allem an Managementfehlern des Axel Springer Verlages gescheitert, der Briefdienste überteuert zusammengekauft hatte. In weiter Ferne scheint das ursprüngliche Ziel gerückt zu sein, eine "Verlegerpost" aufzubauen, in der die verschiedenen Häuser zusammenarbeiten.

01.08.: Ende Juni weihte TNT Express seine neue Niederlassung am Flughafen Rostock-Laage ein. Das 12 000 Quadratmeter große Logistikzentrum mit einer 1100 Quadratmeter messenden Umschlaghalle ersetzt die Anlage in Güstrow. Einschließlich der Mitarbeiter in der Verwaltung arbeiten in Rostock rund 100 Beschäftigte für TNT Express. Das Investitionsvolumen lag bei 3,7 Millionen Euro. Das neue chinesische Drehkreuz von TNT nahm Ende Juni in Wuhan den Betrieb auf. Der KEP-Dienst strebt an, Sendungen in allen Gegenden Chinas binnen eines Tages zustellen zu können. Die neue Anlage umfasst eine Fläche von 46 000 Quadratmetern.

01.08.: Umsatz und Gewinn entwickelten sich bei GLS im Geschäftsjahr 2008/09 (31. März) gegensätzlich. Die Zahl der beförderten Pakete stieg um 15 Millionen auf 350 Millionen. Mit 1,8 Milliarden Euro setzte der KEP-Dienst 2,4 Prozent mehr um als im Vorjahr. Auf 149 Millionen Euro sank dagegen das operative Ergebnis. Das entspricht einem Minus von 7,5 Prozent.

01.08.: Hermes beförderte im Geschäftsjahr 2008/09 (28. Februar) 252 Millionen Sendungen, 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 3,9 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro. Auch für das laufende Jahr meldet der KEP-Dienst positive Zahlen. Da die Kunden mehr und mehr über das Internet bestellen, wächst die Zahl der Pakete weiter. Der Umsatz soll daher um drei bis fünf Prozent zunehmen. Derzeit verhandelt Hermes mit Dynamic Parcel Distribution (DPD) über eine Zusammenarbeit. Neben dem Bau eines südwestdeutschen Sortierzentrums für beide Partner steht auch die gemeinsame Nutzung der Paketannahmestellen zur Debatte.

01.08.: Am Freitag, den 17. Juli 2009, ist der langjährige Leiter der Philatelistischen Bibliothek in München, Otto Gleixner, unerwartet verstorben. Der philatelistischen Welt ist er als verdienter Philatelist in Erinnerung, der nicht nur die Bibliothek in den Jahren seiner Vorstandschaft - von 1969 bis 1997 - zu einer international renommierten Institution gemacht hat (Siegerpreis 1983), sondern auch als Juror für Literatur, Länder- und Postgeschichtssammlungen. Für den Landesverband Bayern hat er sich als Stellenleiter für Forschung und Literatur engagiert. Sein eigenes Spezialgebiet waren Absenderfreistempel aus aller Welt, über die er eine Vielzahl von Schriften für die Forschungsliteratur verfasst hat.


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Juli 2009

01.07.: Zur "Kieler Woche" öffnete ein Sonder-Feldpostamt im Marinestützpunkt Kiel am 20. und 21. Juni seine Schalter. Als Überraschung präsentierte die Feldpost Bonn einen neuen amtlichen Feldpost Plusbrief Individuell, naßklebend, im Format C6 mit individuell gestaltetem Wertstempel sowie eine besondere Postkarte mit aufgedruckter Numerierung.

01.07.: Die ArGe Danzig berichtet in ihrem Rundschreiben Nr. 223 von einer Mitteilung des Danzig-Prüfers Rüdiger Soecknick, dass es sich bei dem abgebildeten Stempel um eine Ganzfälschung handelt. Ein Scheckamt 2 (Sch.A.2) hat es in Danzig nie gegeben! Kontakt zur ArGe: Matthias Bock (1. Vorsitzender), Vierberger 10 b, 22111 Hamburg, Telefon 040/2 78 66 86, info@lilaf.org.

01.07.: Der 14-minütige Fernsehbeitrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) mit dem Titel "Magie der Marke", der anläßlich der IBRA, NAPOSTA und 19. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen entstanden, wurde am 27. Mai von 18.05 bis 18.19 Uhr im WDR-Regionalfernsehen ausgestrahlt und hatte 260 000 Zuschauer, was einer Quote von 8,2 Prozent entsprach.

01.07.: Berlin bleibt entgegen anders lautenden Behauptungen als Standort für eine jährliche Briefmarken-Messe erhalten. Die Kontinuität ist für das Publikum gewährleistet. Die Messeorganisation Bernward Schubert oder die Messe Sindelfingen sind allerdings nicht mehr wirtschaftlicher Träger. Diese Aufgabe übernimmt Münzen-Modes aus München, Träger der bislang schon kooperierenden NUMISMATA. Auf diese neue Plattform baut die Internationale Briefmarken-Messe Berlin auf, die zeitgleich mit der NUMISMATA am 10. und 11. Oktober 2009 auf dem Messegelände unterm Funkturm stattfindet. Gemietet sind die Hallen 10.2 und 11.2, die über die Masurenallee zentral erreichbar sind. Eine Eintrittskarte gilt für beide Veranstaltungssegmente. Vereinsmitglieder erhalten Rabatt auf den Eintrittspreis. Informationsstände mit persönlicher Beratung der Verbände und Arbeitsgemeinschaften finden weiter ihren Platz auf der Messe. Zum gesicherten Programm gehören der bereits angekündigte Stiftungswettbewerb der Jugend und der Teamwettbewerb der Arbeitsgemeinschaften. Einzelheiten sind auf www.briefmarkenmesse.de verfügbar. Hier besteht auch die Möglichkeit, einen kostenlosen Newsletter mit laufenden Informationen über die weiteren Messevorbereitungen zu abonnieren. Veranstalter: Münzen-Modes, Reichenbachstr. 17, 80469 München, Telefon 089/268359, info@numismata.de. Fachliche Beratung: Bernward Schubert, Uferstr. 22, 71642 Ludwigsburg, Telefon 07141/2998824, info@briefmarkenmesse.de.

01.07.: Am 1. August erhöhen sich in Dänemark die Preise für einige Briefprodukte über 50 Gramm Gewicht. Die Preiserhöhungen machen Änderungen bei einigen Wertstufen der Sonderausgabe "Alte dänische Landkarten" erforderlich, deren Ersttag kurzfristig vom 10. Juni auf den 15. Juli 2009 verschoben wurde. Die vier Briefmarken der Serie werden nun die Nominalen 5,50, 6,50, 12 und 18 Dänische Kronen aufweisen. Auch bei anderen für das 2. Halbjahr 2009 vorgesehenen Ausgaben werden sich einzelne Wertstufen ändern.

01.07.: In Österreich ist im Rahmen der Marken.Edition 1 das 7. Motiv der Serie "Alte Postbüchlein" erschienen. Der 55-Cent-Wert, der 2,10 Euro kostet (im Abonnement 1,60 Euro), zeigt eine Illustration aus dem Jahre 1913 mit einem Postboten und zwei älteren Herren, die die Zustellung der Post gar nicht schnell genug erwarten können. Sie verdeutlicht den Stellenwert, die die Kommunikation per Brief einst hatte. Die Maske, das "künstliche Gesicht", ist Teil der frühesten künstlerischen Produktion der Menschheit. Anläsßich einer demnächst im Wiener Museum für Völkerkunde stattfindenden Ausstellung zum Thema "Masken" präsentiert die Österreichische Post eine Marken.Edition mit acht faszinierenden Motiven dieser Ausstellung auf je vier Werten zu 55 und 65 Cent. Der Preis des Achterbogens beträgt 9,90 Euro (im Abonnement 7,90 Euro).

01.07.: Der gestiegenen Nachfrage nach personalisierten Marken hat die Slowenische Post am 19. Juni ihr Angebot, sowohl was die Gestaltung als auch die Wertangaben anbelangt, angepaßt. Neben den blauen, grünen und grauen Rahmen stehen nun auch noch weiße und rote Rahmen im Hoch- und Querformat zur Verfügung. Die Motive standen allerdings noch nicht endgültig fest. Die Kunden können zwischen vier verschiedenen Wertangaben wählen - nämlich A, B, C oder D. Für ihre Philatelie-Kunden hat die Slowenische Post vier Bogen zu je 20 verschiedenen Marken vorbereitet. Auch die neuen personalisierten Marken sind selbstklebend.

01.07.: General Logistics (GLS) fand einen Partner in Rußland. Seit Mai zeichnet EMS Garantpost für die Zustellung verantwortlich. Im Gegenzug übernimmt GLS die Verteilung von Paketsendungen der EMS in Europa. EMS gehört mit einem Marktanteil von 25 Prozent, 18 Umschlagzentren und 68 Depots zu den größten Anbietern in Rußland. Dank Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen kann EMS eine flächendeckende Versorgung ausweisen.

01.07.: Die Deutsche Post zeichnet keine Aktien der Royal Mail. Die Frist für ein Angebot verstrich ungenutzt, nachdem Mitarbeiter die Verkaufsunterlagen gründlich geprüft hatten. Die britische Regierung möchte 30 Prozent der Anteile an der Staatspost veräußern. Dagegen gab die niederländische TNT ein Angebot ab. Dieses liegt zwar deutlich unter den drei Milliarden Pfund (3,3 Milliarden Euro), die der Londoner Regierung als Erlös vorschweben. Dennoch begannen die Verhandlungen dem Vernehmen nach planmäßig. Die TNT ist vor allem an General Logistics (GLS) interessiert, dem international tätigen Paketdienst der britischen Staatspost.

01.07.: Das 75. deutsche Depot von Dynamic Parcel Distribution (DPD) befindet sich in Wernberg-Köblitz unweit der bayerisch-tschechischen Grenze. 30 Beschäftigte finden in der Anlage Arbeit. Weitere rund 100 Mitarbeiter sind für Systempartner von DPD tätig. Das Depot umfaßt eine 2000 Quadratmeter große Halle und mehr als 200 Quadratmeter Bürofläche. An 66 Toren können Zustellwagen andocken, an vier Toren Fernverkehrsfahrzeuge. Der Jahresumschlag liegt bei maximal 2,6 Millionen Paketen.


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Juni 2009

01.06.: Wenige Wochen, nachdem das Klapp-Set "2000 Jahre Varusschlacht" auf dem Markt ist, folgen am 2. Juli zwei weitere Sets: ein Marken-Set mit jeweils vier nassklebenden Exemplaren von zwei aktuellen Sport-Zuschlagsmarken zu 45+20 und 55+25 Cent zur 12. Leichtathletik-WM in Berlin (MiNr. 2727 und 2729 schach-brettartig zusammengedruckt.; Verkaufspreis 5,80 Euro) und ein Marken-Set mit zehn selbstklebenden Werten der Sondermarke "600 Jahre Universität Leipzig", die am 2. Juli auch naßklebend erscheint (Verkaufspreis 5,50 Euro).

01.06.: Voll zufrieden ist die Deutsche Post mit ihrer Teilnahme an der IBRA, NAPOSTA und 19. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen vom 6. bis 10. Mai. Auf dem 450 Quadratmeter großen Stand herrschte täglich großer Andrang. Der Renner waren die Zuschlagsmarke "Tag der Briefmarke - Eichstätt-Brief" (das Ori-ginal konnte im Raritätenkabinett in der NAPOSTA-Halle bewundert werden) und die nostalgische Messeganzsache, auf der diese Marke als Wertstempel eingedruckt war. Für das gute Ergebnis spricht auch die Tatsache, daß die Messeganzsache am letzten Veranstaltungstag ausverkauft war. Geringe Stückzahlen sind noch über den Sammlerservice der Post in Weiden erhältlich. Die insgesamt 35 Postmitarbeiter, die für einen perfekten Service zum Einsatz kamen, verkauften nicht nur fleißig, sondern schlugen die insgesamt neun Sonderstempel 180 000 Mal ab. Besonders gefragt waren erwartungsgemäß diejenigen mit einem lokalen Bezug: der Stempel zum Weltkulturerbe Luther-Gedenkstätten mit der evangelischen Kirche in Essen-Werden und der durchlaufende Messestempel mit weiteren Essener Motiven (z. B. Zeche Zollverein).

01.06.: Jetzt ist es raus: Die schönste deutsche Briefmarke des Jahres 2008 ist die Ausgabe "Natur weltweit bewahren" aus der Sondermarkenserie "Für den Umweltschutz". Das Postwertzeichen zeigt den weltberühmten Berliner Eisbären Knut und steht mit diesem Motiv symbolhaft für die Notwendigkeit, die biologische Vielfalt zu schützen. Die Deutsche Post unterstützt mit dem Verkauf dieser Sonder-briefmarke die Bekämpfung der Ursachen des Klimawandels. An der Wahl zu Deutschlands schönster Briefmarke haben sich in diesem Jahr über 400 000 Sammler beteiligt. Wie immer wurde der Wettbewerb von der Deutschen Post durchgeführt. Seit seiner Geburt 2006 ist Knut der Publikumsmagnet im Zoo der deutschen Hauptstadt und sorgt weltweit für Schlagzeilen. Seit letztem Jahr können ihn seine Fans also auch auf einer Briefmarke bewundern. Entworfen hat das kleine philatelistische Kunstwerk der Kieler Briefmarken-Designer Kym Erdmann. Nahezu ein Fünftel (18,35 Prozent) aller Wettbewerbsteilnehmer hat sich für "Eisbär Knut" entschieden. Der zweite Platz ging mit 13,26 Prozent der Stimmen an die Briefmarke "50 Jahre Gorch Fock", die Prof. Heribert Birnbach aus Bonn entworfen hat. 11,22 Prozent der Briefmarkenfreunde entschieden sich für die Ausgabe "100 Jahre Staatliche Vogelschutzwarte Seebach", die damit auf den dritten Platz kam. Dieser Entwurf stammt vom Berliner Designer Detlef Glinski.

01.06.: Vom Schwarzen Einser aus Bayern ist ein Ersttagsbrief mit dieser ersten deutschen Briefmarke, bekannt geworden. Dazu schreibt der Sammlerfreund Friedrich Pietz: "Die Öffnungszeiten an Feiertagen waren nicht von der Größe der Postanstalt, sondern vom jeweiligen notwendigen Dienstbetrieb abhängig. Diese Erkenntnis ist bereits seit Jahrzehnten bekannt und bedarf m. E. keiner weiteren klärenden Forschung. Die Dienstzeiten an Sonn- und Feiertagen sind in den Verordnungsblättern und Dienstanweisungen der k. b. Post veröffentlicht und somit für Jedermann auch heute noch zugänglich. In Wegscheid wurde am 1. April 1846 eine k. b. Brief- und Fahrpostexpedition mit Poststall unter Johann Holnsteiner, Amts-bote, eröffnet. Diese war dem Oberpostamt Regensburg unterstellt. Ein täglicher Carriolpostkurs verband Wegscheid über Obernzell mit Passau. Darüber hinaus bestand seit 1. August 1849 eine vier Mal wöchentliche Briefpostverbindung mittels Fußboten von Wegscheid nach Peilstein im österreichischen Mühlviertel. An den Sonn- und Feiertagen, so auch an Allerheiligen als kirchlicher Feiertag, hatten k. b. Postanstalten, soweit diese zur Aufrechterhaltung des Fahrpostdienstes benötigt wurden, zeitweise geöffnet. Diese richteten sich nach den Abgangszeiten der Posten. Durch den ‚eingeschränkten Dienstbetrieb' sollte den Postbediensteten der Besuch des Gottesdienstes und gegebenenfalls der Sonntagsschule ermöglicht wer-den. Somit konnte auch am 1. November 1849 diese Drucksache in Wegscheid aufgegeben und mittels Carriol nach Passau befördert werden. Weiterbeförderung erfolgte nach entsprechenden Postkursplänen des Oberpostamts Regensburg als Beipack zum Eilwagenpostkurs Passau - Regensburg bis Deggendorf. Von dort Botengang mit Hengersberg (k. b. Postexpedition erst ab 1. Juli 1851). Wäre eine Beförderung, aus welchen Gründen auch immer, nicht von Wegscheid am 1. November 1849 erfolgt, so hätte der dortige Postexpeditor die Drucksache, gemäß Dienstanweisung, handschriftlich oder mittels Stempelabschlag mit ‚Nach Abgang der Post' oder ‚Nach Abgang' gekennzeichnet. Abstempelungen mit 1.11. (1849) sind nicht nur von ‚größeren' (?) Postämtern, sondern z. B. Immenstadt, Nördlingen oder Rosenheim bekannt. Erwähnenswert sind auch die beiden sogenannten ‚Vorersttagsbriefe' von Deggendorf, welche irrtümlich noch mit 31.10. und nicht richtigerweise mit 1.11. gestempelt wurden."

01.06.: Der amerikanische Flugplatz in Søndre Strømfjord in Grönland war wäh-rend der Berliner Blockade 1948-49 ein Depot und wichtige Basis für die Versorgungsflüge. Zum 60. Jahrestag wird dort im heutigen Flugplatz Kangerlussuaq eine Gedenktafel aufgestellt. Zur Zeremonie im Sommer wird dort der Verein Polarworld mit einer Gruppe von Berlinern und Veteranen der Luftbrücke anwesend sein. Dazu wird es eine Sonderpost geben mit Ableitung aus Kangerlussuaq. Kosten pro Einzelbrief 3 Euro, zwei Stück 5 Euro inklusive Porto. Senden Sie Ihre selbstadressierten Umschläge, und fügen Sie den Betrag in postgültigen Marken oder mit Banknote bei. Einsendungen zur Weiterleitung bis Ende Juni an: Max Koesling, Postfach 15 07 02, 10669 Berlin.

01.06.: Die letzte liechtensteinische Ansichtskarte mit eingedruckten Wertzeichen wurde 1997 anläßlich des 125-jährigen Jubiläums des Postamtes Schaan herausgegeben. Zu der Briefmarkenserie "Schloß Vaduz in den vier Jahreszeiten I" erscheinen am 8. Juni gleich zwei neue Bildpostkarten. Sie zeigen auf der Vorder-seite das Schloß Vaduz im Frühling und im Sommer aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Zudem wurden der Schriftzug "Fürstentum Liechtenstein" und die Ornamente von den Briefmarken übernommen und mit einer Silberfolienprägung auf die Vorderseite geprägt. Die Wertzeichen auf der Rückseite der beiden Karten lehnen sich stark an die Briefmarken aus der Serie "Schloß Vaduz in den vier Jah-reszeiten I" an, unterscheiden sich aber farblich deutlich von den Briefmarken. Pro Ansichtskarte wird ein Zuschlag von 0,50 Franken erhoben. Die Karte "Frühling" hat eine Nominale von 1,30 Franken (Priority Europa) und die Karte "Sommer" von 1,80 Franken (Priority übrige Länder).

01.06.: Seit 20. Mai ist die Marken.Edition 20 "Uhren" im Verkauf. Der 20er-Bo-gen enthält 15 Marken zu 55 Cent und fünf zu 65 Cent. Die Werte zeigen die 20 schönsten Meisterwerke der Uhrmacherkunst aus dem Uhrenmuseum Wien. Der Bogen kostet 19,90 Euro, im Abo reduziert 14,90 Euro. Als Marken.Edition 1 ist ein 55-Cent-Wert zum 200. Geburtstag von Louis Braille zu erhalten. Die Besonderheit: Der Wert dieser Marke ist zusätzlich in Braille-Schrift geprägt! Die Marke kostet 2,10 Euro, im Abo 1,60 Euro.

01.06.: Bisher zeigten die Markenheftchen von Bund 65 (Vier Jahreszeiten), 68 (Hambacher Fest) und 75 (Leuchttürme) und das Folienblatt 90 Cent Narzisse den bekannten Grünen Punkt auf der Rückseite bzw. 4. Deckelseite. Bei jedem dieser Ausgaben ist nun eine Teilauflage bekannt geworden, bei der dieser grüne Punkt fehlt. Die neu aufgetauchten Varianten gibt es u.a. bei der Fa. PHILMASTER in Nettetal, Tel. 02163-929211 zu kaufen.

01.06.: die Fa. Borek in Braunschweig bietet für 9,90 Euro ein Faksimile des bekannten Eichstätt-Briefes, der auch auf der Messe in Essen im Mai zu sehen war, an. Mehr Informationen gibt es z. B. unter www.borek.de im Internet!

01.06.: Jetzt ist es "amtlich", die Deutsche Post ist nicht einzigartig. Das entschied der Bundesgerichtshof in einem Namensstreit. Der Bonner Konzern wollte der TNT Post Deutschland die Verwendung des Wortes "Post" untersagen. Damit scheiterte er.

01.06.: Die Verlagsgruppe "Lübecker Nachrichten", Teil des Madsack-Konzerns, kaufte die beiden letzten, operativ tätigen Töchter der insolventen Pin, die MV Zustell GmbH und die MV Logistik GmbH. Beide bieten gemeinsam Briefdienste im Raum Rostock unter der Marke Ostsee-Post an.

01.06.: Die französische Post kaufte vier Anteilseigner des spanischen KEP-Dien-stes Seur. Damit beträgt ihre Beteiligung an Seur nunmehr 24 Prozent. Noch nicht geklärt ist, wer die Mehrheit übernehmen wird. 52 Prozent der Aktien stehen zum Verkauf, doch nutzte La Poste das Vorkaufsrecht nicht. Im Gespräch ist der Finanzinvestor Doughty Hanson, der im Sommer vergangenen Jahres 520 Millionen Euro geboten hatte ? vor Ausbruch der Finanzkrise.

01.06.: Zum 1. Juni gibt Hermes den Zustelldienst in Österreich auf. Von diesem Tag an liefert die Österreichische Post Pakete von Geschäftskunden aus, während der DPD für Sendungen von Privatkunden verantwortlich ist. Hintergrund der Maßnahme dürften die erheblichen Verluste sein, welche die Tochter des Otto-Versandes in Österreich verbuchen mußte. Die Zahl der Annahmestellen soll dagegen auf 1600 steigen. Momentan gibt es 1200 PaketShops.


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Mai 2009

03.05.: In seinem Grußwort auf dem Festabend anläßlich des 60-jährigen Beste-hens des Bundesverbandes des Deutschen Briefmarkenhandels (APHV) kündigte der Geschäftsbereichsleiter Philatelie der Deutschen Post, Christian Faißt, Sondermar-ken von der Rolle an. Die fehlende Vernetzung der immer zahlreicher werdenden Postpoints ist der Grund dafür, denn dadurch können dort keine Digitaldrucker eingesetzt werden, die Label mit der benötigten Wertstufe direkt ausdrucken. Deshalb setzt der Schalterbereich in den Postpoints verstärkt auf Briefmarken und läßt neue Rollenspender entwickeln, die auch Sondermarken von der Rolle aufnehmen können. Anfang November sollen die ersten Sondermarken von der Rolle herauskommen. Sie werden naßklebend und vierseitig gezähnt sein; auf jeder 5. Marke befindet sich rückseitig eine Zählnummer. Parallel, und das ist für die Sammler wichtig zu wissen, erscheinen die Rollenmarken auch als Bogenversion und sind als solche nicht nur bei der Niederlassung Philatelie in Weiden, sondern auch an den Postschaltern erhältlich!

03.05.: Am 4. Juni, dem Erstausgabetag der naßklebenden 55-Cent-Sondermarke "2000 Jahre Varusschlacht", gibt die Deutsche Post auch eine selbstklebende Version in einem Maxi-Set zu 20 Stück heraus. In diesem Klapp-Set sind die Marken um ein Foto des Hermannsdenkmals in Detmold herum gruppiert. Der Verkaufspreis beträgt 11 Euro.

03.05.: Die Niederlassung Philatelie bietet ab sofort, d. h. ab dem 1. Quartal 2009 rückwirkend, ein neues Produkt an: die Stempelsammlung. Die in ihren Augen 50 attraktivsten Stempel werden jeweils mit einer thematisch passenden, naßklebenden Sondermarke auf einer Stempelkarte im C6-Format vereint. "Die ausgewählten Stempelmotive sind ein interessanter und geschmackvoller Querschnitt durch die Stempelarten ‚Stempel mit Posteigenwerbung', ‚Sonderstempel' und ‚Besonderer Stempel'", heißt es in der Ankündigung der Postphilatelie. "Ersttagsstempel werden nicht berücksichtigt, da diese immer nur einem einzigen Postwertzeichenmotiv zugeordnet werden dürfen und zudem ohnehin bereits im Abonnement über die Niederlassung Philatelie erhältlich sind." Das Abo kostet 49 Euro versandkostenfrei. Die Verwendung von naß- anstatt selbstklebenden Marken zeigt, daß man die Problematik mit dem "Ausfetten" selbstklebender Marken auf Unterlagen ernst nimmt.

03.05.: Neben dem Plusbrief Individuell kann man bei der Deutschen Post neuerdings unter www.pluskarte-individuell.de als Bestandteil des Gesamtangebotes auch eine Pluskarte Individuell im C6-Format (162 x 114 mm) im Portowert von 45 Cent bestellen. Mindestmenge sind, wie beim Plusbrief Individuell, 20 Stück bzw. höchstens 10 000. Als Motiv für den Freimachungsvermerk kann man ein eigenes Bild hochladen oder eines aus der Bildergalerie auswählen. Auch der linke Teil der Vorderseite und die Rückseite der Postkarte sind frei gestaltbar.

03.05.: "Vor allem sein ‚Zeichenstrich, eine Mischung aus Poesie, Farben und Buntstiftstrichen, hat Wilhelm Schlote zu einer der außergewöhnlichsten und interessantesten international bekannten Künstlerpersönlichkeiten gemacht", ist auf der Verpackung eines Sets mit fünf Grußkarten und individuellen Plusbriefen (55 Cent) mit Wilhelm-Schlote-Motiven zu lesen, das Anfang April an die Schalter kam. Das Set, das auch noch einen Lebenslauf mit Bild des Künstlers enthält, kostet 2,95 Euro.

03.05.: Im Zeitraum von der 12. bis zur 14. Kalenderwoche wurden in der Pilotanlage der GSAneu München Testmodifikationen des Entwertemoduls durchgeführt. Die Tests sollten - soweit es die betrieblichen Abläufe zuließen - zu unterschiedlichen Zeiten innerhalb der eingangs erwähnten Zeitspanne erfolgen. Ergänzend zu der bisherigen Stundendarstellung (Druckzeitpunkt) werden zu internen Analysen die Minuten- und Sekundeneinheiten abgebildet. Abgebildet ist links unten die aktuelle Version des Tagesstempeleinsatzes im Maschinenstempel des Briefzent-rums 80, rechts die Testversion, bei der die Zahl des Briefzentrums noch von 20 in 80 geändert wurde. Da die Deutsche Post diesen Test sehr kurzfristig angekündigt hat und er nur kurze Zeit sporadisch lief, sollten Sammler den Posteingang aufmerksam kontrollieren.

03.05.: Für die UN-Postverwaltung in Wien kommen am 7. Mai drei Ganzsachen heraus. Zu einem handelt es sich um zwei Umschläge im Format 162 x 115 mm mit Wertstempel zu 0,65 und 1,40 Euro, die jeweils ein Foto der UNO-City und des Donauparkes in Wien zeigen. Die Bildpostkarte mit dem Wertstempel zu 0,65 Euro im Format 152 x 108 mm trägt eine Abbildung des Gebäudes der Vereinten Nationen in Wien. Ebenfalls am 7. Mai kommen für die UN-Postverwaltung in Genf drei Bildpostkarten heraus:
- 0,85 Franken - Deckenskulptur von Miquel Barceló im "Saal der Menschenrechte und Allianz der Zivilisationen" im Palais des Nations, Genf, Schweiz.
- 1 Franken - "The Broken Chair" von Daniel Berset, Mahnmal für die Opfer von Landminen vor dem UNO-Gebäude in Genf, Schweiz.
- 1,80 Franken - Gebäude des Völkerbundes, Palais des Nations, Genf, Schweiz.

03.05.: Die Kultfamilie Simpsons, die vor 20 Jahren im US-Fernsehen erstmals ihre Späße trieb, kommt zu Markenehren. Dem Vernehmen nach will die US-Postverwaltung fünf Marken mit Homer, Marge, Bart, Lisa und Maggie herausgeben.

03.05.: Nicht der Klimawandel ist schuld am Verschwinden der Insel Mayotte von der philatelistischen Landkarte. Vielmehr haben die örtlichen Wähler in einer Abstimmung Ende März mit überwältigender Mehrheit entschieden, die Insel zum 101. französischen Département zu machen. Das Bruttosozialprodukt Mayottes je Einwohner liegt zur Zeit zwar nur bei einem Drittel des auf Réunion erzielten Wertes, aber immerhin beim Neunfachen der zur Union der Komoren gehörenden Schwesterinseln. Diese hatten sich 1974 im Gegensatz zu Mayotte für die Unabhängigkeit von Frankreich entschieden. Briefmarken werden zur weiteren Steigerung auf Mayotte aber nicht mehr viel beitragen, denn mit der Umwandlung in ein Département wird Mayotte 2011 das Recht zur Ausgabe eigener Postwertzeichen verlieren.

03.05.: TNT Express nahm im März sein neues Logistikzentrum am Rostocker Flughafen in Laage in Betrieb. Die Anlage mit einer 1100 Quadratmeter großen Um-chlaghalle beherbergt zudem die Verwaltung der Niederlassung. Bislang saß diese im 17 Kilometer entfernten Güstrow. TNT Express investierte in das neue Logistikzentrum insgesamt 3,7 Millionen Euro.

03.05.: Am DHL-Drehkreuz Leipzig/Halle macht sich die Wirtschaftskrise bemerkbar. Statt 1500 Tonnen Frachtgut werden am Tag 1100 bis 1200 Tonnen umgeschlagen. Um die Stellen zu erhalten, haben bereits rund 100 Beschäftigte freiwillig ihre Arbeitszeit reduziert.

03.05.: Die Österreichische Post will über ihre Tochter trans-o-flex auf dem deutschen Paketmarkt expandieren. Das Unternehmen soll verstärkt kleine und mittelständische Betriebe als Kunden gewinnen. Bislang konzentriert sich trans-o-flex auf den Pharmamarkt.

03.05.: Iveco gewann die Ausschreibung der Deutschen Post über 4500 Transporter für die Paketzustellung. Sie sollen bis 2012 einen Teil der 7500 Fahrzeuge um-assenden Flotte ersetzen. Die neuen Transporter sind nach Angaben der Vertragspartner speziell für die Auslieferung von Frachtpost ausgerüstet.

03.05.: Der 2008 ins Leben gerufene MICHEL-Nachwuchs-Förderpreis wird auch dieses Jahr wieder vergeben. Alle Vereine, Organisationen, Privatpersonen, Schulen usw., die sich in herausragender Weise um die Jugendförderung in der Philatelie verdient gemacht haben, können sich bis spätestens 1. Oktober 2009 mit aussagekräftigen Unterlagen bewerben bei: Schwaneberger Verlag GmbH, Ohmstraße 1, 85716 Unterschleißheim. Die Preisverleihung findet wie letztes Jahr auf der Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen statt. Viel Glück!


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April 2009

01.04.: Die vor kurzem verkündete Umbenennung der Deutsche Post World Net in Deutsche Post DHL findet ersten philatelistischen Niederschlag. Ab 1. April wird in der Zentrale in Bonn ein Stempel mit der neuen Bezeichnung eingesetzt; der alte hat am 31. März seinen Letzttag. Durch die unterschiedliche Anordnung der Schriftzüge hat sich das Stempelbild am Rand leicht geändert.

01.04.: m 7. Mai 2009 erscheint wieder eine Zuschlagsmarke zum "Tag der Brief-marke". Auf ihr ist der legendäre "Eichstätt-Brief" illustriert, der vom 6. bis 10. Mai auf der IBRA/NAPOSTA/19. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen im Original bewundert werden kann. Deshalb nimmt die Randgestaltung auch auf dieses Ereignis Bezug. Sammler haben zwei Besonderheiten zu beachten: eine neue Sicherheitsstanzung und eine Nummerierung der Zehnerbogen. Die Sicherheitsstanzung hat die Form eines Eichenblattes und ist so angebracht, daß sie in der linken oder rechten Perforation einer Marke deutlich zu sehen ist. Mit dieser neuen Stanzung testet die Deutsche Post erstmals ein Ausstattungsmerkmal, das einen noch höheren Schutz gegen Fälschungen zum Schaden der Post bieten soll, obwohl es aktuell offenbar dafür keinen Anlass gibt. Allerdings kamen in der jüngeren Vergangenheit einige "gelungene" Fälschungen von deutschen Dauer- und Sondermarken in Umlauf, so daß es klug ist, sich zu wappnen. Die zweite Neuerung bei dieser Ausgabe ist die Nummerierung auf dem rechten unteren Bogenrand. Wer mehrere Zehnerbogen der Zuschlagsmarke zum "Tag der Briefmarke" 2009 erwirbt, sollte sich allerdings nicht wundern, wenn die Nummerierung nicht fortlaufend ist. So wird sie zwar auf die Bogen aufgedruckt, aber die Konfektionierung für den Verkauf über die Schalter und die Niederlassung Philatelie erfolgt aus 20 verschiedenen Stapeln, so daß bestenfalls einzelne Nummernkreise in einer zu 20 Bogen abgepackten Tasche erkennbar sein werden. Darüber hinaus werden Nummern in Umlauf kommen, die, wenn man sie mit 10 multipliziert, eine Auflage ergeben, die der späteren Verkaufszahl wohl nicht entsprechen wird. Von den Zuschlagsmarken werden immer wesentlich mehr gedruckt als verkauft werden. Sammler sollten sich rechtzeitig überlegen, wie sie diese Ausgabe sammeln wollen. Die Sicherheitsstanzung in Form eines Eichenlaubes ist nur im Markenpaar zu erkennen; einzelne Marken sehen "angefressen" aus. Der Randeindruck "IBRA/NA-POSTA" und die Nummerierung üben einen gewissen philatelistischen Reiz aus. Allen Ansprüchen genügt ein Paar aus dem Bogenunterrand. Ob die Versandstelle in Weiden so etwas speziell anbieten wird, bleibt abzuwarten. Fachhändler werden sicherlich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden reagieren. Im Zweifelsfall sollte man selbst die Initiative am Postschalter ergreifen. Die MICHEL-Redaktion wird übrigens eine Hauptnummer mit zwei Unternummern für die linke und rechte Sicherheitsstanzung vergeben.

01.04.: Am 18. Februar 2009 gab die Ostalb Mai, ein Tochterunternehmen des Verlagshauses SDZ Medien GmbH, ihre erste Briefmarkenserie heraus. Sie umfaßt fünf Werte mit Burgen und Schlössern im Ostalbkreis (in Klammern Auflagezahlen):
45 Cent/Postkarte "Burg Rechberg" (7500 Stück), 85 Cent/Kompaktbrief "Schloss Baldern" (20 000),
135 Cent/ Großbrief "Burg Niederalfingen" (25 000) und
199 Cent/Maxibrief "Luftaufnahme vom Ellwanger Schönenberg" (7500).
Die Herstellung erfolgte in gummierten und nummerierten Zehnerbogen. Außerdem wurde ein Zusammendruckbogen in einer Auflage von 17 500 Stück produziert, der alle fünf Wertstufen sowie ein Ziefeld mit dem Logo des Privatpostanbieters enthält. Am Ersttag gab es außerdem eine Klappkarte mit Ersttagsstempel. Die Ostalb Mail stellt derzeit täglich rund 20 000 Sendungen zu, wobei durch Kooperationen vor al-lem der süddeutsche Raum abgedeckt wird. Hauptsächlich handelt es sich um Post von gewerblichen Kunden. Das Interesse der Privatkunden soll durch die erste Briefmarken-Serie geweckt werden. Weitere Informationen erhält man im Internet unter www.ostalbmail.de, wo man die Marken auch in einem Onlineshop bestellen kann.

01.04.: Die Frage, ob Briefmarken als Anlageobjekte und damit als Mittel zur Sicherung oder Mehrung von Vermögenswerten tauglich seien, ist beinahe so alt wie die Philatelie selbst. Schon die ersten Briefmarkenkataloge ab 1861 erfüllten neben dem Zweck der Erfassung und Dokumentation des Verfügbaren auch die Aufgabe seiner Bewertung. Dennoch hat unsere Frage bis heute keine wirklich befriedigende Antwort gefunden, jedenfalls keine, auf deren Richtigkeit sich mehr als drei Personen kurzfristig verständigen könnten. Dabei gibt es durchaus mehr Antwortversuche als einem lieb sein kann. Nur taugen die meisten leider nicht viel. Dieser Beitrag und seine Fortsetzung im nächsten Heft versucht daher, eine leidlich trittsichere Schneise durch das Dickicht aus verständlichen Fragen und verqueren Antworten, aus wohlfeilen Meinungen und ungewissen Befindlichkeiten zu schlagen und so wenigstens mögliche Wege zu einer einigermaßen belastbaren Antwort zu weisen.

01.04.: Der Berliner Briefmarkensammler Johannes Schubert hat sich zum Ziel gesetzt, durch eine einmalige Tauschaktion einen gestempelten Posthornsatz der Bundesrepublik in einen postfrischen Satz zu tauschen. Motiviert wurde er durch die Aktion eines Amerikaners, der es schaffte, vor drei Jahren eine rote Büroklammer durch verschiedene Tauschgeschäfte schließlich in ein Haus zu tauschen. Die Idee dahinter ist, durch einen Tausch immer wertvollere Gegenstände zu bekommen. Während die Büroklammer-Aktion mehr oder weniger Alltägliches (z. B. ein Stift, ein Generator oder ein Skiurlaub) als Tauschobjekte beinhaltete, soll sich die neue Aktion nur rund um die Briefmarke drehen. Der Sammler erwartet also, daß neben losen Marken auch Briefe oder Alben einen Teil des Tauschhandels ausmachen werden. Das Ganze würde allerdings nicht funktionieren, wenn - wie üblich - nur nach dem Katalogwert getauscht würde. Schließlich ist der postfrische Posthornsatz ein Vielfaches des gestempelten wert. Also hofft Schubert auf den ideell-en Wert, dem andere Sammler der Aktion schenken: "Wenn ich unbedingt eine Mar-ke haben möchte, gebe ich auch gern zum Tausch eine andere, die vielleicht im Katalog mehr wert ist, für mich aber nicht relevant", so seine These. Außerdem hofft er darauf, dass ein hoher Bekanntheitsgrad der Aktion auch für Händler eine Motivation werden könnte, sich daran zu beteiligen.

01.04.: Zur schönsten finnischen Briefmarke des Jahres 2008 ist die von Nina Rintala entworfene Briefmarke "Frostnacht" gewählt worden. Auf der Marke ist eine Schneeflocke abgebildet; im Hintergrund zeichnen sich Sterne und Nordlicht ab. Die Marke kam am 6. November heraus und ist, soweit die Finnische Post weiß, die erste transparente Briefmarke der Welt. Die Briefmarke "Frostnacht" erhielt 9710 Stimmen. Insgesamt wurden bei dem Wettbewerb 53 571 Stimmen abgegeben. Auf den zweiten Platz kam mit 7664 Stimmen die von Leena Airikkala gezeich-nete sensible Briefmarke "Wicke". Auf Rang drei platzierte sich mit 6363 Stimmen die Osterbriefmarke, die auf Ideen von Pater Mitro basierte. Auf der Marke sieht man einen Kerzenleuchter, wie ihn die orthodoxen Priester im Gottesdienst zur Osternacht benutzen, sowie eine Miniaturmalerei, auf der der auferstandene Christus dargestellt ist. Ausgeführt wurde die Briefmarke von der Künstlerin Aino-Mai-ja Metsola. Die bei der Gestaltung der Marke verwendeten Fotos hat Oskari Hellman aufgenommen. Der Wettbewerb "Schönste Briefmarke des Jahres 2008" war in der Kundenzeitschrift Postia Sinulle und auf den Internetseiten der Finnischen Post (Itella Oyj) ausgeschrieben worden.

01.04.: Die Britische Post hat bestätigt, daß bereits bei der Weihnachtsausgabe 2008 die Zusammensetzung des Klebstoffs dahingehend geändert wurde, daß sich die selbstklebenden Marken schwerer von Umschlägen ablösen lassen. Mit einer neuen Herstellungstechnik wurden diese und andere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Diese Vorsichtsmaßnahme hat die Sammler nicht gefreut, weil sie nun erheblichen Aufwand betreiben müssen, um gestempelte Marken aus dem Postverkehr in ihrem Album unterzubringen.

01.04.: Die Norwegische Post hat wieder eine Marke, diesmal die Sondermarke "Polarfuchs" (MiNr. 1576) aus der Serie "Norwegische Fauna" vom 29. März 2006. Die Auflage betrug 500 000 Stück; sie wurde erstmals am 14. Januar 2009 abgege-ben. Ob der Nachdruck irgendwelche Abweichungen gegenüber der Erstausgabe aufweist, wurde seitens der Norwegischen Post nicht mitgeteilt.

01.04.: Am 1. April steigen in der Schweiz die Postgebühren ins Ausland. Daher wird es an diesem Tag den neuen ATM-Satz zu 85/100/130/140 Rappen geben, der aber nicht über die Versandstelle ausgeliefert werden wird. Außerdem teilte die Firma ATM Seitz in Luzern mit: "Ganz aufgeregt rief uns ein Kunde aus dem Raum Genf an, daß mit dem Automaten vor dem Postamt Genève 6 Les Eaux-Vives etwas nicht stimme. Tatsächlich druckte der Automat ATM aus, die es so nicht geben darf: Die ATM zeigen die Posttransportmittel in neuen Farben, andere Farben fehlen. Die Generaldirektion der Post gab folgende Stellungnahme ab: ‚Beim Einrichten der Druckmaschine wird zu Beginn ein Farbwerk nach dem anderen aktiviert. Dabei entstehen - bevor alle Farbwerke eingestellt sind - Druckbogen mit fehlenden Farben. Selbstverständlich hätten diese Bogen nicht in die Rollenverarbeitung gelangen dürfen.' Der Fehler ist beim Druck der Rollen in der Druckerei passiert. Bei den be-sten Stücken fehlt jeweils eine der drei Vordruckfarben Blau, Gelb und Rot komplett."


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März 2009

01.03.: Ein Sammler hat in der Kiloware das 5. Exemplar der Hepburn-Marke entdeckt! Die nur am linken Rand gestempelte Marke kommt auf der 4. Schlegel-Aukti-on vom 25. bis 27. Mai 2009 in Berlin unter dem Hammer.

01.03.: Früher als beim letzten Mal hat das Bundesministerium der Finanzen das Ausgabeprogramm für das nächste Jahr veröffentlicht. Es umfaßt insgesamt 52 Sondermarken, bei fünf Marken davon erscheint auch eine thematisch passende Münze.

01.03.: Bei MICHEL gibt es nun den MICHEL-Sammler-Club mit attraktiven Vorteilen für einen Jahresbeitrag von nur 15,- Euro.. Neben der portofreien Lieferung bei allen Bestellung (außer der MICHEL-Rundschau) gibt es spezielle Angebote über das ganze Jahr, die nur für die Mitglieder gelten. So gibt es z. B. dem MI-CHEL-Online-Katalog inkl. Premiumversion für nur 5,40 Euro/Monat (statt 8,89 Euro/Monat = Ersparnis im Jahr 41,88 Euro) oder Individual-Kataloge für 0.30 Euro/Seite anstelle von 0,40 Euro/Seite. Für nicht preisgebundene Produkite, die gesondert angekündigt werden gelten folgende Rabatte:
- ab 100,- Euro Bestellwert = 10 Prozent
- ab 150,- Euro Bestellwert = 15 Prozent
- ab 200,- Euro Bestellwert = 20 Prozent
Unter http://www.michel.de /index_club.htm kann man sich registrieren lassen! Eine Anmeldebestätigung erhalten Neu-Mitglieder zusammen mit den ersten attraktiven Clubangeboten danach umgehend per Post zugeschickt.

01.03.: Zum Stichtag 31. Januar 2009 - und damit acht Monate früher als ur-sprünglich vorgesehen - waren alle ATM-Geräte in Deutschland auf das neue Vordruckpapier "Posttower" und "Brandenburger Tor" umgestellt. Ausnahmen bestätigen die Regel! Wer die alten Automatenmarken mit dem Motiv "Briefkasten" noch für seine Sammlung benötigt, kann sie bis voraussichtlich 30. September 2009 bei der Niederlassung Philatelie bestellen. In der Vorratsliste sind sie nicht mehr enthalten.

01.03.: Die Blockausgabe "Bundestag und Bundesrat" war zusammen mit zwei anderen Sondermarken für den 10. September 2009 terminiert. Schon kurz nach Veröffentlichung dieses Ausgabedatums regte sich innerhalb und außerhalb der Philatelie Widerstand, weil der Block erst nach den für den 7. September geplanten Feierlichkeiten - 60. Jahrestag der Konstituierenden Sitzungen von Bundestag und Bundesrat - vorgelegen hätte. Nachdem sich sogar der Petitionsausschuß des Bundestages mit diesem Problem beschäftigt hat, kam es nun zu der geforderten Vorverlegung der gesamten Markentranche auf den 3. September.

01.03.: Das Heft 100 der Arbeitsgemeinschaft Germania-Marken e. V. enthält u. a. einen Artikel von Dr. Gernot Gleißner über die Plattenfehler der 5 Mark Reichspost Type II (MiNr. 66 II), von der die Plattenfehler I und II in der Literatur verzeichnet sind. Dr. Gleißner kann aber noch einen dritten Plattenfehler belegen, wobei er als eines der wichtigsten Ergebnisse seiner Forschung herausgefunden hat, daß alle drei Plattenfehler auf einem Bogen in derselben Teilauflage vorkommen. "Obwohl der Fehler deutlich auch ohne Lupe erkennbar ist, so ist er für eine Katalogisierung im MICHEL laut Meinung der Hauptprüfer zu klein und wird deshalb im Rahmen dieser Veröffentlichung erstmals erwähnt", schreibt der Autor. Kontakt zur ArGe gibt es über: Dieter Tschimmel, Postfach 5 31, 45955 Gladbeck, Telefon 02043/6 15 50, dtschimmel@ versanet.de.

01.03.: Mailcats hat einen Malwettbewerb an Thüringer Schulen veranstaltet. Die fünf schönsten Zeichnungen wurden nun ermittelt; die Preisübergabe erfolgt am 3. März auf der Thüringenausstellung in Erfurt. An diesem Tag erscheint auch der abgebildete Markenblock mit den fünf Siegerzeichnungen in den Wertstufen zu 0,39, 0,49, 0,89, 1,39 und 1,99 Euro. Die Auflage beträgt 2500 Stück. Kontakt: MAIL-CATS OHG, Sammlerservice, Postfach 90 04 23, 99107 Erfurt, info@mailcats.de, www.mailcats.de.

01.03.: Am 15. Februar wurde die Prinzessin-Elisabeth-Forschungsstation am Südpol offiziell eröffnet. Die belgische Basis ist die einzige in der Antarktis, die vollständig mit erneuerbaren Energiequellen betrieben wird. An diesem Standort werden die Auswirkungen der Klimaveränderungen und der Einfluß der Antarktis auf das weltweite Klima erforscht. Die Belgische Post hat aus Anla der Stationseröffnung einen nummerierten Souvernir-Umschlag aufgelegt, der am 15. Februar in der Forschungsstation abgestempelt wurde und nach seiner Rückkehr nach Belgien (voraussichtlich Ende Februar) einen zusätzlichen Stempel auf der Rückseite erhält. Da die Auflage begrenzt ist, empfiehlt sich bei Interesse eine baldige Bestel-lung.

01.03.: Wie die Norwegische Post bekannt gab, wurde die Posthornmarke zu 1 Kro-ne (MiNr. 1380) am 20. Oktober 2008 nachgedruckt und am 20. November desselben Jahres in Umlauf gebracht. Es soll keine Unterschiede zur bisherigen Auflage in Papier oder Zähnung geben.

01.03.: Zum 1. März wird es eine Klischee-Änderung bei den Automatenmarken aus dem Philatelie-Shop geben. Bisher lautete der Aufdruck PHILATELIE.SHOP, ab 1. März PHILA-SHOP und dazu dann die jeweilige Postleitzahl. Bisher gab es nur den Philatelie-Shop in Wien (PLZ 1019). Im Laufe des März kommt ein weiterer in Salzburg dazu (PLZ).

01.03.: Die Postverwaltung der Vereinten Nationen und Deutschland geben am 7. Mai eine Gemeinschaftsausgabe heraus, die ursprünglich auf der IBRA/NAPOSTA/ 19. Internationalen Briefmarken-Messe in Essen mit einer Markenübergabe in Szene gesetzt werden sollte. Das hätte durchaus Sinn gemacht, denn beide Postverwaltungen sind dort mit gegenüberliegenden Ständen vertreten. Die Markenübergabe wurde dann aber nach Wittenberg verlegt. Trotzdem wird aller Voraussicht nach in Essen ein deutscher Sonderstempel zu der Gemeinschaftsausgabe eingesetzt; auch die UNPA wird sich etwas einfallen lassen. In der Zwischenzeit veröffentlichte die UNPA die vorläufigen Entwürfe der sechs UNO-Marken (je zwei in Dollar, Franken und Euro), die folgende Gebäude zeigen: Altstadt Bremen, Dom zu Aachen, Wart-burg, Insel Reichenau, Plätze und Parks von Berlin und Potsdam sowie die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.

01.03.: Die Deutsche Post bietet chinesische Kleinbogen mit Porträts der deut-schen Goldmedaillengewinner der Spiele in Peking 2008 an. Genauer gesagt handelt es sich um Markenpaare, die links aus der erschienenen chinesischen Marke mit der Goldmedaille und rechts aus einem Zierfeld in zwei Größen besteht, auf dem die Sportler abgebildet sind. Es handelt sich also um eine Ausgabeform personalisierter Marken, wie man sie seit rund zehn Jahren von verschiedenen Postverwaltungen kennt.


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Februar 2009

08.02.: früher als beim letzten Mal hat das Bundesministerium der Finanzen das Ausgabeprogramm für das nächste Jahr veröffentlicht. Es umfaßt insgesamt 52 Sondermarken. Zu fünf Marken erscheint auch eine thematisch passende Münze.

08.02.: die Deutsche Post AG gibt auch 2009 wieder zehn Messebriefe zu folgenden Auslandsveranstaltungen heraus:
25.-28.02., Spring Stampex, London, GB;
27.-29.03., Salon Philatélique de Printemps 2009, Mâcon, F;
10.-16.04., China 2009 World Stamp Exhibition, Luoyang, China;
14.-17.05., Hongkong Stamp Expo 2009, Hongkong, China;
Mai, Balkanfila 2009, Belgrad, Serbien;
30.7.-4.8., PhilaKorea 20th Asian Intern. Stamp Ex., Seoul, Korea;
10.-12.09., Swiss Stamp Show, Rapperswil, CH;
11.-13.09., Sammler 2009, Prag, Tschechien;
21.-25.10., Italia 2009, Rom, Italien;
04.-06.12., MonacoPhil, Monte Carlo.

08.02.: die DDR-Sonderausgabe "Postgewerkschaft" (MiNr. 243-244) von 1949, die zweite DDR-Ausgabe überhaupt, ist ein Dauerbrenner. Dies aus gutem Grund, denn sie weist manche Varianten auf, die zu den seltensten oder spannendsten der DDR-Philatelie zählen. Dazu gehört auch - etwas stiefmütterlich behandelt, da kaum verfügbar - MiNr. 243 Uo, der oben ungezähnte violettultramarinfarbene Wert zu 12 Pf (im MICHEL postfrisch eher zurückhaltend mit "nur" 600 Euro be-wertet). Nach gegenwärtigem Forschungsstand scheint sicher zu sein, daß lediglich 20 Exemplare, also zwei Markenreihen vom oberen Bogenrand, mit ausgefallener oberer Zähnungsleiste entstanden sind. Unlängst ist das erste und bisher einzige bekannte gestempelte Exemplar einer MiNr. 243 Uo aufgetaucht, und es hat Anfang dieses Jahres auch ein entsprechendes Prüfattest erhalten. Der Oberrand der Marke, die von Bogenfeld 4 stammt, ist leicht beschnitten, vermutlich damit sie auf dem Beleg, auf dem sie einstmals verwendet worden ist, ausreichend Platz fand. Die Marke zeigt den leichten Abschlag des damals vielerorts verwendeten Maschinenwerbestempels "Vergiß nicht, Straße und Hausnummer anzugeben".

08.02.: die Freimarkenserie Berliner Bauten I (MiNr. 42-60) ist reich an primären, sekundären und tertiären Plattenfehlern, von denen viele in den Handbüchern von Alfred Lippschütz und Friedhelm Böhm beschrieben sind. Einigen engagierten Sammlern war das noch nicht genug, und deshalb organisierten sie sich in der Ar-beitsgruppe "Berliner Bauten I" unter dem Dach der ArGe Berlin im BDPh. Alle Mit-glieder einte eine Tatsache: Die bisherigen verschiedenen Veröffentlichungen wa-ren unvollständig, in Teilen unrichtig und die Anordnung darin mißfiel nahezu allen. Die Forschungen auf der Basis der umfangreichen Markenbestände im Besitz der Mitglieder begannen und mündeten in der Erstellung eines neuen Handbuches in Großbilddarstellung. Die erste Phase ist nun abgeschlossen, und es ist ein Werk mit ca. 2400 Seiten entstanden. Die Arbeit der inzwischen auf 39 Mitglieder angewach-senen Arbeitsgruppe ist aber noch nicht beendet. Ständig wird das Handbuch berichtigt und ergänzt, damit es jederzeit aktuell ist. Das Handbuch kostet ca. 130,- Euro. Einen guten Überblick von der Arbeit kann man sich auf der Homepage www.berlinerbautenl.com verschaffen. Wer an dem Werk mitarbeiten oder Mitglied der Arbeitsgruppe werden möchte, wende sich an Michael Sieburg, Senefelder Str. 29, 52353 Düren, b.u.m.sieburg@t-online.de.

08.02.: von der sensationellen Neuentdeckung eines Bogenteils mit einem Kehrdruck der Bayern MiNr. 1 berichtet BPP-Verbandsprüfer René Simmermacher. Das Stück befand sich fast 100 Jahre im Besitz der Erben von Pierre Marie Mahé, dem Berater des größten Briefmarkensammlers aller Zeiten, Philipp la Renotière von Ferrary.

08.02.: aufgrund der großen Nachfrage hat die Österreichische Post ihr Angebot sogenannter "gemischter Bogen" ausgedehnt. Das Sortiment umfaßt nun:
- Marken-Edition 20: auch in diesem Jahr gibt es sechs 20er-Bogen zu den Themen "Die Tierwelt der österreichischen Alpen"; (13. Februar), "Schönbrunn" (13. März), "Uhren" (20. Mai), Wachau/Dürnstein" (Juli), "Tierbabys" (Oktober) und "Postfahr-zeuge im Laufe der Zeit" (Dezember).
- Marken-Edition 8: dieses neue Produkt wird ebenfalls sechsmal im Jahr erscheinen und beinhaltet acht verschiedene Marken in einem Bogen. Themen sind "Salz-burg" (30. Januar), "Kutschen", (13. März), "Kunst" (15. April), "Spielzeug" (9. Juni),
"Heeresgeschichtliches Museum" (September) und "Weihnachten" (Dezember). - Marken-Edition 1: auf einzelnen Marken werden folgende Themen dargestellt: "Aquarell von Herbert Sedmik - Schiff Regentag", (30. Januar), "Rassehunde - Deutsch Langhaar" (13. Februar), "Eröffnung Philatelie-Shop Salzburg" (Februar), "Alte Postbüchlein, 6. Wert, 1911" (13. März), "Eröffnung Philatelie-Shop Wien/Jo-sefstadt" (März), "Aquarell von Herbert Sedmik" (15. April), "Alte Postbüchlein, 7. Wert, 1913" (9. Juni), "Japanischer Garten: Setagayapark in Wien Döbling" (Sep-tember), "Rassehunde - Labrador" (September), "Holzschnitt von Franz Weiss" (Oktober), "Österreichs schönste Adventmärkte" (November) und "60 Jahre Postamt Christkindl" (Dezember).

08.02.: in München startet die Messesaison 2009. Die 12. Internationale Brief-marken-Börse München wird von Donnerstag 5. März bis Samstag 7. März 2009 im MOC-Veranstaltungszentrum München-Freimann ausgerichtet - Eintritt ist frei. Sie ist auch Startpunkt der Aktivitäten zum Jubiläum "100 Jahre MICHEL-Kataloge". Der am Stadtrand von München beheimatete Schwaneberger Verlag erinnert daran, dass vor 100 Jahren der Briefmarkenhändler Hugo Michel aus Apolda (Thüringen) die Arbeiten an seinem ersten MICHEL-Katalog abschloss. Der Verlag organisiert über das gesamte "Jubiläumsjahr" unter anderem ein originelles Gewinnspiel, bei dem den Gewinnern an der Spitze ein lebenslanges Katalog-Abonnement winkt. Wäh-rend der Messe gibt es für jeden Katalogkauf am MICHEL-Stand einen attraktiven Geschenk-Gutschein. Im Forum für Sammler findet ein ganz besonderes Jubiläums-Programm statt: am Donnerstag, 5. März, stellen sich ab 15 Uhr die Mitarbeiter des Verlages vor; am Freitag, 6. März, präsentiert der Verlag ab 14 Uhr neue Produkte und am Samstag, 7. März, können Sammler ab 14 Uhr ihre mitgebrachten Marken identifizieren lassen.

08.02.: die jährlich im Wechsel verschiedener Länder ausgerichtete Alpen-Adria-Ausstellung (eine Briefmarkenausstellung der ArGe Alpen-Adria) gehört ebenfalls zu den Höhepunkten dieser Messe. Die Öffentlichkeit wird alle 150 Exponate aus 7 Ländern besichtigen können.

08.02.; nicht jede Marke, die der Deutschen Post Philatelie zu Abstemplungszwecken vorgelegt wird, erhält auch wirklich einen Stempel. Einem unserer Leser ist es mit einer Automatenmarke MiNr. 7 im neuen Muster ?Post Tower? so gegangen: Er erhielt seinen Brief von der Stempelstelle Berlin unbearbeitet wieder zurück. Im ihrem Schreiben an den Antragsteller begründete die Post das Vorgehen wie folgt: Leider dürfen wir einen Teil der von Ihnen eingesandten Belege / Postwertzeichen nicht stempeln, da es sich dabei um fehlerhafte Produktionsware handelt. Gemäß unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen für das Stempeln von Postwertzeichen zu Sammelzwecken (AGB St PWz) stempeln wir ausschließlich die zum Datum gemäß Datumszeile des Stempels offiziell erhältlichen, gültigen und gegenüber der Origialversion des Herausgebers unveränderten Postwertzeichen / Postwertzeichenprodukte mit Eindruck ?Deutschland?. Erkannte Fehldrucke und fehlerhafte Produktionsware sind von der Stempelung ausgeschlossen. Am Beispiel des am 24.10.2008 erfolgten Motivwechsels bei Automatenpostwertzeichen bedeutet dies, dass die bei derartigen Umstellungen leider vorkommenden Frühverwendungen / Produktionsfehler wie z.B. neues Motiv mit altem Wertaufdruck, neues Motiv mit altem Wertaufdruck (verschoben), altes Motiv mit neuem Wertaufdruck und neue Motive ungeschnitten usw. nicht automatisch dazu führen, dass die daraus resultierenden Drucke seitens der Deutschen Post PHILATELIE auch bearbeitet / gestempelt werden. Es handelt sich um Fehldrucke / fehlerhafte Produktionsware, und wenn sie als solche erkannt wurden, muß die Bearbeitung seitens der Deutschen Post PHILATELIE unterbleiben.


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Januar 2009

02.01.: Zur Abstempelung von Fehldrucken hat die Postphilatelie wie folgt Stellung bezogen: "Die Deutsche Post PHILATELIE stempelt ausschließlich nur die offiziell erhältlichen, gültigen und gegenüber der Originalversion des Herausgebers unveränderten Postwertzeichen/Postwertzeicheneindrucke und Postwertzeichenprodukte mit dem Eindruck ‚Deutschland' (zu letzteren zählen u. a. auch die Automatenmarken). Erkannte Fehldrucke und fehlerhafte Produktionsware sind von der Stempelung ausgeschlossen. So weit die Aussagen der entsprechenden Geschäftsbedingungen (Abschnitt 1, Ziffer 2). Es kann vorkommen, daß die vorgelegten Wertzeichen nicht als Fehldruck o. ä. erkannt werden. Da durch entsteht jedoch nicht das Recht auf Wiederholung der Stempelung bei anderen Fehldrucken. Bedeutsam ist dies ebenfalls bei Frühverwendungen und vor allem dann, wenn diese nicht nur vor dem Ausgabedatum erhältlich waren, sondern zudem auch noch mit Fehlern behaftet sind. Am Beispiel des ab 24.10.2008 erfolgenden Motivwechsels in Automaten bedeutet dies, daß die bei derartigen Umstellungen leider vorkommenden Frühverwendungen/Produktionsfehler wie z. B. neues Motiv mit altem Wertaufdruck, neues Motiv mit altem Wertaufdruck (verschoben), altes Motiv mit neuem Aufdruck, neue Motive ungeschnitten usw. nicht automatisch dazu führen, daß die daraus resultie-renden Drucke seitens der Deutschen Post PHILATELIE auch bearbeitet/gestempelt werden. Es handelt sich um Fehldrucke/mangelhafte Produktionsware, und wenn sie als solche erkannt werden, muß die Bearbeitung seitens der DP Philatelie unterbleiben."

02.01.: Zum Festakt "100 Jahre Deut scher Richterbund" am 19. Januar 2009 in Berlin wird die Deutsche Post einen Sonderstempel auflegen und neben einer Klappkarte mit der Marke und Sonderstempel auch einen Erinnerungsumschlag auflegen. Er zeigt die Bildseite der Privatganzsache.

02.01.: Vor zehn Jahren wurde die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (WWU) gegründet. Aus diesem Anlaß gibt die Deutsche Post einen Besonderen Stempel mit Datum vom 1. Januar 2009 heraus. Er wird mit diesem Datum am 2. und 3. Januar auch durch den Philatelie-Shop in der Postfiliale Bockenheimer Landstr. 31 in Frankfurt am Main verwendet. Schriftliche Stempelaufträge sind zu richten an: Deutsche Post AG, NL Philatelie, Sonderstempelstelle, 92627 Weiden.

02.01.: Die Märkische Post ist der Briefdienstleister in Ostbrandenburg. Im April 2008 wurde die Marke "Märkische Post" von der PZO Pressezustellservice Oderland GmbH, einem Unternehmen der MOZ-Mediengruppe, ins Leben gerufen. Die PZO Pressezustellservice Oderland GmbH ist eine hundertprozentige Tochterge-sellschaft der Märkisches Verlags- und Druckhaus GmbH & Co. KG, welche u. a. die Märkische Oderzeitung, die regionale Tageszeitung in Ostbrandenburg, herausgibt. Die PZO Pressezustellservice Oderland GmbH ist im Besitz einer D-Lizenz für die Briefzustellung. Diese wird erteilt, wenn die Leistung des Unternehmens höherwertiger ist als die der Deutschen Post AG. Die besondere Leistung besteht unter anderem darin, daß die Post persönlich beim Kunden abgeholt und der Laufweg dokumentiert wird. Weiterhin sind Schnelligkeit und Zuverlässigkeit die beiden Eigenschaften, auf die es beim Abholen, Sortieren und Zustellen von Post wirklich ankommt.

Am 1. Dezember kam die erste Markenserie in Umlauf, die aus fünf Werten besteht und regionale Sehenswürdigkeiten abbildet: 42 Cent (Postkarte) Stiftskirche in Neuzelle - Das in Neuzelle gelegene Kloster wurde den Zisterziensermönchen im Jahre 1268 von Heinrich dem Erlauchten, Markgraf von Meißen und der Ostmark, gestiftet und existierte als Kloster bis zum Jahre 1817. Die 70 m hohe Kirche und deren prunkvolle barocke Innendekoration ist das Wahrzeichen der gesamten Region. 46 Cent (Standardbrief) Kleist-Museum Frankfurt (Oder) - Das Kleist-Museum widmet sich dem Leben und dem Werk des in Frankfurt (Oder) geborenen Dichters Heinrich von Kleist (1777-1811). Es wurde 1969 im Gebäude der ehemaligen Garnisonschule eingerichtet und gilt als "eines der schönsten Literaturmuseen Europas". 70 Cent (Kompaktbrief) Schiffshebewerk Niederfinow - Das Schiffshebewerk Niederfinow ist das älteste der heute in Deutschland "diensttuenden" Hebewerke. In der Zahl seiner jährlichen Besucher hält es aber unangefochten die Spitze. 120 Cent (Großbrief) EKO-Hochofen Eisenhüttenstadt - Das Stahlwerk in Eisenhütten-stadt wurde ab 1950 als Staatsbetrieb der DDR erbaut und 1994 privatisiert. Heu-te wird das Werk unter dem Namen ArcelorMittal Eisenhüttenstadt GmbH geführt. 165 Cent (Maxibrief) Gerhart-Hauptmann-Museum Erkner - In der Villa Lassen befindet sich seit 1987 das Gerhart-Hauptmann-Museum. Es ist deutschlandweit das einzige seiner Art. Die Ausstellung vermittelt einen Gesamtüberblick über Leben und Werk des Nobelpreisträgers.
Alle fünf Wertstufen erschienen jeweils selbst- und naßklebend in 10er-Sets bzw. Bogen in folgenden Auflagen: 42 Cent 15 000 bzw. 5000 Stück, 46 Cent 150 000 bzw. 50 000, 70 Cent 30 000 bzw. 10 000, 120 Cent 60 000 bzw. 20 000 und 165 Cent 15 000 bzw. 5000. Es wurde eine Ersttagskarte in Höhe von 2000 Stück aufgelegt.

02.01.: Die Dänische Post hat wieder einen Schwarzdruck herausgegeben. Die vier enthaltenen Marken, in Blockform angeordnet, zeigen Motive aus der Alten Stadt in Århus. Der Schwarzdruck hat nur eine Auflage von 1000 Stück. Alle Exemplare sind von Hand nummeriert und tragen Unterschriften der Graveure Martin Mörck und Bertil Skov Jørgensen. Der Schwarzdruck kostet 100 Dänische Kronen, umgerech-net etwa 13,50 Euro.

02.01.: In der Ankündigung ihres exklusiven Buches zum 400-jährigen Bestehen des Fürstenhauses Liechtenstein sprach die Liechtensteinische Post von einem Sonderblock, der in dem Buch enthalten ist. Es handelt sich dabei um eine unge-zähnte Variante der Blockausgabe vom 1. September 2008 handelt. "Sowohl der gezähnte wie auch der ungezähnte Sonderblock (ist) frankaturgültig. Der Block kann aus dem Buch herausgenommen werden, da er lose eingesteckt ist. Das unge-zähnte Exemplar kann auch ausgeschnitten werden, wobei der Wert CHF 5.00 und ‚Fürstentum Liechtenstein' auf der Marke sichtbar sein müssen." Ob und wie der MICHEL die ungezähnte Variante erfaßt, bleibt abzuwarten. Bei der Auflage von 5.000 Büchern ist in jedem Fall klar, daß es sich um die seltenste frankaturgültige Liechtenstein-Ausgabe handelt! Selbst die Auflage des berühmten Vaduz-Blocks (Block MiNr. 1) war mit 7.788 Exemplaren höher.

02.01.: Das Technische Museum Wien bietet auf einer Fläche von etwa 22 000 qm Raum für interessante Einblicke in die faszinierende Welt der Technik. Die Österreichische Post hat einen sogenannten "Gemischten Bogen" mit 20 personalisierten Marken zu je 55 Cent hergestellt, der verschiedene Ausstellungsgegenstände zeigt.


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